Die indonesische Regierung hat das Vorgehen israelischer Streitkräfte, die am Montag die „Global Sumud Flotilla“ in internationalen Gewässern nahe Zypern abgefangen haben, scharf verurteilt. Unter den bei dem Vorfall Festgesetzten befinden sich mehrere indonesische Staatsbürger, darunter auch Journalisten.
Das indonesische Außenministerium teilte mit, dass mindestens zehn Schiffe der humanitären „Global Sumud Flotilla“ von israelischen Kräften in den östlichen Mittelmeergewässern nahe Zypern abgefangen wurden. Zu den Schiffen zählten unter anderem die Amanda, die Barbaros, die Josef und die Blue Toys.
Die Sprecherin des Außenministeriums, Yvonne Mewengkang, bestätigte, dass sich ein indonesischer Staatsbürger namens Andi Angga Prasadewa an Bord der Josef befand. Es werde weiterhin versucht, Kontakt zu dem Schiff herzustellen, auf dem sich die Republika-Journalisten Bambang Noroyono und Thoudy Badai befinden.
Verschiedene indonesische Persönlichkeiten forderten die Regierung zu entschlossenem Handeln auf. Der Vorsitzende der AWG, Anshorullah, forderte Indonesien auf, aus Protest aus dem „Board of Peace“ auszutreten. KH Cholil Nafis vom MUI und Din Syamsuddin betonten die Notwendigkeit, die eigenen Bürger zu schützen.
Die Außenminister von zehn Ländern, darunter die Türkei und Spanien, verurteilten den Vorfall. Sie forderten die sofortige Freilassung aller Aktivisten sowie die Achtung des Völkerrechts.