Mitten in globalen Spannungen, die den Dritten Weltkrieg auslösen könnten, wird Indonesien für seine passive Haltung gegenüber Konflikten wie dem US-Angriff auf Venezuela und den chinesischen Drohungen gegen Taiwan kritisiert. Analysten warnen, dass die geografische Lage Indonesiens es anfällig für die Beteiligung an großen Konflikten macht. Die Regierung von Prabowo Subianto wird als übermäßig vorsichtig angesehen, um falsche Signale an strategische Partner zu vermeiden.
Die globalen Spannungen eskalieren, mit dem Potenzial für einen Dritten Weltkrieg, ausgelöst durch hoch riskante militärische Abenteuer. Smith Alhadar, Berater am Institut für Demokratiebildung (IDe), kritisiert Indonesien dafür, gleichgültig zu wirken, obwohl es im Zentrum geopolitischer Turbulenzen steht. Er hebt den US-Angriff auf Venezuela zur unbefristeten Kontrolle hervor, wie von Präsident Donald Trump erklärt, was China rechtfertigen könnte, Taiwan vollständig zu blockieren oder sogar zu invadieren. Wenn China handelt, würde Japan intervenieren, um Taiwan zu helfen. Der japanische Premierminister Sanae Takaichi erklärte im November, dass ein chinesischer Angriff auf Taiwan eine existenzielle Bedrohung für Japan darstelle, insbesondere aufgrund der Ansprüche Pekings auf die Senkaku-Inseln. Ein China-Japan-Konflikt könnte Russland, die USA, Großbritannien, die EU und Australien hineinziehen. Die strategischen Positionen Indonesiens und der ASEAN machen sie untrennbar von den Folgen. China erhebt Ansprüche auf Gebiete Vietnams, Malaysias, Bruneis, der Philippinen und des Nordnatuna-Meeres. In einer Krise würde Indonesien Schwierigkeiten haben, US-Streitkräften den Zugang zu den Meeren Malakka, Sunda, Lombok, Makassar und der Insel Morotai zu verweigern, um China einzukreisen, was Vergeltung aus Peking riskiert. Die passive Haltung der Administration Prabowo Subianto-Gibran Rakabuming Raka rührt von Ängsten her, dass proaktive Deeskalation fehlgeleitete Signale an die strategischen Partner China und die USA senden könnte. Der Mangel an diplomatischer Erfahrung des Außenministers Sugiono wird als Faktor genannt. Bemerkenswert ist Indonesiens Schweigen zum US-Razzia in Caracas, bei der Präsident Nicolas Maduro und seine Frau Celia Flores entführt wurden, was gegen das Völkerrecht verstößt. Indonesiens Grundsätze der Außenpolitik – Respekt vor Souveränität, Nichteinmischung und Ablehnung militärischer Gewalt – stehen im Widerspruch zu diesem Ansatz. Als freundliche Nation des Globalen Südens verdient Venezuela eine kritische Reaktion auf die Handlungen großer Mächte, ähnlich wie Indonesiens Positionen zu Palästina, Kambodscha, der Invasion im Irak und UNCLOS.