Inter EPCM bietet Weg zur industriellen Unabhängigkeit Äthiopiens

Das deutsch-serbische Unternehmen Inter EPCM schlägt ein neues Partnerschaftsmodell vor, das äthiopische Ingenieure mit Weltklasse-Expertise ausstattet, während lokale Kontrolle und Gewinne gewährleistet werden. Dieser Ansatz unterscheidet sich von traditionellen Entwicklungsmodellen, indem er äthiopische Eigenverantwortung und Wissenstransfer priorisiert. Er zielt darauf ab, eine nachhaltige industrielle Kapazität in Äthiopien aufzubauen.

Äthiopien ringt mit dem Aufbau industrieller Stärke inmitten historischer Muster externer Kontrolle und begrenzter lokaler Eigentümerschaft, wie in einem neuen Vorschlag von Inter EPCM hervorgehoben. Das deutsch-serbische Ingenieurunternehmen plädiert für ein Partnerschaftsmodell, das Entscheidungsfindung in äthiopischen Händen belässt, lokale Ingenieure auf internationale Standards schult und sicherstellt, dass Gewinne lokal bleiben.

Der CEO von Inter EPCM, Aleksandar Obradović, hat die Probleme benannt: „Jedes Modell hat fatale Schwächen. Internationale Unternehmen extrahieren Wert durch hohe Kosten. Lokale Unternehmen schneiden an der Qualität. Berater liefern Pläne, die niemand umsetzt. Wir managen internationale Standards und lokale Realitäten – während wir Äthiopien die Kontrolle lassen und die Kapazität Ihres Volkes aufbauen, um letztendlich unabhängig zu führen.“

In diesem Modell koordiniert Inter EPCM alle Projektphasen transparent, wobei Äthiopien die Autorität behält. Sie übernehmen Ingenieurwesen, Beschaffung, Bau und Qualitätskontrolle, während sie die Belegschaft weiterbilden. Über 5-10 Jahre sollen äthiopische Ingenieure komplexe Projekte in Ostafrika leiten. Das Unternehmen plant permanente Engineering-Hubs in der Region, mit Äthiopien als primärem Standort, der Einheimische neben internationalen Spezialisten beschäftigt.

Ein reales Beispiel ist die Modernisierung einer alternden äthiopischen Fertigungsanlage mit veralteten Maschinen, hohen Energiekosten und Sicherheitsproblemen. Inter EPCM führte phasierte Upgrades ohne Produktionsstopp durch und schulte 50 lokale Techniker in normenbasierten Fähigkeiten. Die Ergebnisse umfassten eine Produktionssteigerung um 35 %, eine Reduktion der Energiekosten um 20 %, einen Rückgang der Sicherheitsvorfälle um 80 % und die Qualifikation der Techniker als Ingenieure.

Die Finanzierung nutzt gemischte Finanzierung: Entwicklungsbanken decken 50-60 %, private Investoren 25-35 %, und äthiopische Partner 10-15 % mit strategischen Entscheidungsrechten. Risiken wie Genehmigungsverzögerungen oder Stromung Zuverlässigkeit werden im Voraus bewertet, wie in einem Industriepark-Projekt, bei dem frühe Landverhandlungen, Partner-Schulung und Backup-Strom implementiert wurden.

Globale Trends wie die industrielle Dekarbonisierung – unter Nutzung des hydroelektrischen Potenzials Äthiopiens – und geopolitische Verschiebungen eröffnen Chancen. Obradović betonte: „Wir kommen nicht als Experten, die Ihnen sagen, was zu tun ist. Wir kommen als Partner. Gemeinsam gelingt es uns – oder scheitern wir gemeinsam.“ Dieses Modell fördert äthiopisch geführte Industrialisierung statt Abhängigkeit.

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