Das chilenische öffentliche Gesundheitsinstitut hat vor zwei neuen Risiken im Zusammenhang mit leuprorelinhaltigen Arzneimitteln gewarnt, die zur Behandlung fortgeschrittenen Prostatakrebses eingesetzt werden. Dazu gehören Leberprobleme wie Fettleber und schwere Hautreaktionen, die tödlich sein können. Die Überprüfung basierte auf internationalen Erkenntnissen, ohne lokale Fälle in den letzten 12 Jahren.
Das öffentliche Gesundheitsinstitut Chiles (ISP) hat eine Sicherheitsüberprüfung von Arzneimitteln mit Leuprorelin, einem Schlüsselwirkstoff bei der Behandlung fortgeschrittenen Prostatakrebses, abgeschlossen. Angestoßen durch eine Meldung der spanischen Agentur für Arzneimittel und Medizinprodukte aus dem Jahr 2024, wurden zwei neue Risiken identifiziert: metabolische Veränderungen einschließlich nicht-alkoholischer Fettlebererkrankung und schwere Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und die toxische epidermale Nekrolyse.
Leuprorelin wirkt durch Senkung der Produktion von Sexualhormonen, insbesondere Testosteron, um das Tumorwachstum zu stoppen. In Chile wird es als Eligard in langwirksamen Injektionsformen vermarktet. Die Fettleber ist eine Fettaufsammlung in der Leber unabhängig von Alkohol, die Entzündungen und Leberschäden verursachen kann, besonders bei Diabetikern, Übergewichtigen oder Patienten mit metabolischem Syndrom. Hautreaktionen entstehen durch immunvermittelte Schäden, die zu Ausschlägen, Blasen und Hautablösung führen, beginnend mit Fieber und Unwohlsein, und erfordern rasches Eingreifen zur Verbesserung der Prognose.
Obwohl die nationale Datenbank des ISP für unerwünschte Reaktionen in den letzten 12 Jahren keine zugehörigen Fälle zeigt, wird die Behörde die Labore verpflichten, die Beipackzettel für Gesundheitsfachkräfte und Patienten zu überarbeiten, im Einklang mit den Empfehlungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Sofortige medizinische Hilfe wird bei Anzeichen wie Fieber mit Hautausschlag oder Hautschmerzen empfohlen, und die Therapie darf nicht eigenmächtig abgebrochen werden. Vor Beginn der Therapie ist die Offenlegung vorbestehender metabolischer Erkrankungen unerlässlich.