Israels Botschafter Ron Prosor warnt vor der Unterstützung des iranischen Regimes durch den Westen und fordert Entschlossenheit, um es zu schwächen. Er kritisiert Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump als Zeitgewinn-Manöver. Das Regime stehe an einem Scheideweg, falle aber nicht von allein.
Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, äußert in einem Beitrag scharfe Kritik am iranischen Regime. Er argumentiert, der Westen habe die fanatische Dimension der Mullahs lange unterschätzt. Das eigentliche Staatsoberhaupt sei nicht Präsident Massoud Pezeshkian, sondern der zwölfte Imam Muhammad al-Mahdī, auf den sich Oberster Führer Ali Khamenei und die Revolutionsgarden berufen. Pezeshkian sei lediglich ein Ausführer der Anweisungen Khameneis.
Prosor beschreibt Verhandlungen mit Donald Trump als Täuschungsmanöver. Das Regime biete nichts an: Keine Zugeständnisse beim Atomprogramm, keine Einstellung der Terrorunterstützung und keine Beendigung der Unterdrückung im Land. Das 2015er Atomabkommen (Joint Comprehensive Plan of Action) habe das Programm einfrieren sollen, doch Iran habe Sanktionserleichterungen für Aufrüstung und Proxys genutzt. Das Atomprogramm koste bis zu 500 Milliarden Dollar, ohne Stromerzeugung, und ziele auf die Bombe ab.
Unter Druck wachse der Fanatismus, wie im Ersten Golfkrieg gezeigt, als Kinder in Minenfelder geschickt wurden. Die Strategie Irans sei Teilen und Herrschen: Drohungen gegen US-Basen, Flächenbrand im Nahen Osten für Europa und Blockade der Straße von Hormus. Terrorgruppen wie Hisbollah und Huthis seien Teil eines breiteren Machtanspruchs, der über Israel hinausgehe.
Iranische Shahed-Drohnen verletzten polnischen Luftraum, Schiffe im Roten Meer wurden angegriffen. Prosor betont, das Regime sei verwundbar. Die Menschen im Iran kämpften für Freiheit, mit Zehntausenden Toten und Verhafteten. Der Westen müsse Normalisierung verweigern. Europas Listing der Revolutionsgarden als Terrororganisation sei richtig, aber unzureichend. USA und Europa sollten Sanktionen durchsetzen und Handelspartner warnen. „Jetzt ist die Zeit zu handeln“, fordert Prosor.