Israels Botschafter plädiert für Pflichtbesuche in KZ-Gedenkstätten

Der israelische Botschafter Ron Prosor hat im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland Pflichtbesuche von Schülern in Konzentrationslager-Gedenkstätten gefordert. Er sieht dies als wichtigen Schritt gegen den zunehmenden Antisemitismus, besonders bei Kindern mit muslimischem Migrationshintergrund. Zudem plädiert er für eine rechtlich verbindliche Verankerung der IHRA-Definition von Antisemitismus.

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat Pflichtbesuche für Schüler in KZ-Gedenkstätten vorgeschlagen. «Das wäre enorm wichtig, gerade für die vielen Kinder mit muslimischem Migrationshintergrund», sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Er betonte, dass mehr Begegnungen und Gespräche mit Juden und Israelis in Deutschland notwendig seien.

Prosor berichtete von eigenen Erfahrungen in arabischen Ländern, wo anfängliche Vorurteile gegenüber Juden und Israelis nach Gesprächen abnahmen. Er könne sich nicht erklären, warum der Antisemitismus in Deutschland nach dem Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 zugenommen habe. Laut Prosor ist Antisemitismus nun wieder «salonfähig», und Juden hätten Angst, auf die Straße zu gehen.

Zur Bekämpfung fordert der Diplomat eine konsequente Gesetzgebung. «Der einzige Weg, Antisemitismus wirklich zu bekämpfen, führt über konsequente Gesetzgebung», sagte er. Er plädiert dafür, die Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) aus dem Jahr 1998 rechtlich verbindlich zu machen. Diese Definition stufe das gezielte Herausgreifen, Dämonisieren oder das Absprechen des Existenzrechts Israels als moderne Form des Antisemitismus ein. Kritiker bemängeln, die Definition sei zu weit gefasst und kritisiere auch legitime Israel-Kritik.

Prosor unterscheidet drei Arten von Antisemitismus: rechtsextremen, der vom Staat gehandhabt werde; muslimischen, der die Demokratie wie ein «Trojanisches Pferd» unterwandere; und linken, der in akademischen und kulturellen Kreisen hinter einer Fassade aus Bildung und Political Correctness getarnt sei. Als Beispiel nannte er Vorfälle auf der Berlinale, wo der Regisseur Abdallah Alkhatib Israel kritisierte.

Verwandte Artikel

Kuwaiti journalist Jasem Aljuraid addresses the UN Human Rights Council in Geneva, criticizing its scrutiny of Israel.
Bild generiert von KI

Kuwaiti exiled journalist criticizes UN Human Rights Council’s standing scrutiny of Israel

Von KI berichtet Bild generiert von KI Fakten geprüft

Jasem Aljuraid, a Kuwaiti journalist and dissident living in Canada, addressed the UN Human Rights Council in Geneva on March 26, criticizing the council’s standing agenda item on Israel and urging members to end what he called a recurring “ritual” of condemnation.

Britain's Prime Minister Keir Starmer has urged stronger measures against certain chants at pro-Palestinian protests amid rising antisemitic incidents. He spoke out following the stabbing of two Jewish men in London, which police labeled as terrorism. The UK's terror threat level has been raised to severe.

Von KI berichtet

EU parliamentarian Alice Teodorescu Måwe (KD) labeled critics of Israel's Gaza war as antisemites in the TV program '30 minuter'. She described the war as a defensive action following 'the worst pogrom since the Holocaust'. Måwe refused to answer questions about a secret donor funding her security arrangements.

US and Israeli attacks on Iran, including the killing of high-ranking leaders, raise concerns in Germany. A newsletter addresses reader questions on terror threats, energy prices, and military bases. Experts warn of potential escalation in the region.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen