Sebastián Bonafé hat die Aussage zum Femizid an Mercedes Errapán in Junín verweigert. Die Autopsie bestätigte, dass die 32-jährige Frau im fünften Monat schwanger war.
Sebastián Bonafé weigerte sich am Freitag, während der Befragung durch die Staatsanwältin Fernanda Sánchez Fragen zu beantworten. Er wurde daraufhin in die Justizvollzugsanstalt Nr. 49 überstellt.
Die vorläufige Autopsie ergab, dass Mercedes Errapán 12 Stichwunden, einen Schlag auf den Kopf sowie mehrere Knochenbrüche erlitten hatte. Der Bericht schloss die ursprüngliche Vermutung einer Schusswunde aus und wies auf extreme Gewaltanwendung hin.
Bonafé wird wegen Femizids sowie der Entführung der siebenjährigen Tochter des Opfers angeklagt. Die Staatsanwaltschaft prüft, die Anklage um erschwerende Faktoren wie Folter und versuchten Mord an dem Mädchen zu erweitern.
Bei Durchsuchungen wurden handgeschriebene Briefe gefunden, in denen Bonafé seinen Plan beschrieb, Errapán zu töten und zu fliehen. Eine von dem Opfer wenige Tage zuvor eingereichte Anzeige wegen Nachstellung (Grooming) hatte am 3. Juli zu einer polizeilichen Razzia geführt.