Kanye West, auch bekannt als Ye, kündigte am 30. März seine ersten Auftritte im Vereinigten Königreich seit einem Jahrzehnt an und wird als Headliner an allen drei Abenden des Wireless 2026 Festivals auftreten. Die Shows sind für den 10. bis 12. Juli im Londoner Finsbury Park geplant. Der Festivalauftritt folgt auf die kürzliche Veröffentlichung seines Albums 'Bully'.
Laut den Organisatoren wird Ye eine 'dreitägige Reise durch Yes ikonischste Aufnahmen' präsentieren. In einer Stellungnahme wurden Alben wie 'The College Dropout', 'Graduation', 'Late Registration', 'My Beautiful Dark Twisted Fantasy' und 'The Life of Pablo' hervorgehoben und betont, wie sie den Hip-Hop neu definiert und sein Vermächtnis begründet haben. Dies ist sein erster Festival-Headliner-Auftritt in London seit dem Wireless im Jahr 2014 und seine erste Show in Großbritannien seit einem Gastauftritt im Koko im Jahr 2015 zusammen mit Künstlern wie Skepta, JME, Vic Mensa und Raekwon. Frisch nach der Veröffentlichung von 'Bully', das am 27. März via YouTube-Livestream erschien und nun auf Plattformen wie Spotify und Apple Music verfügbar ist, kündigte Ye zudem eine Album-Launch-Party am 3. April in Los Angeles sowie weitere europäische Headliner-Termine an – seine ersten auf dem Kontinent seit 12 Jahren. Er veröffentlichte ein Musikvideo zu 'Father' mit Travis Scott und bestätigte, dass bei der Entstehung des Albums keine KI verwendet wurde, was seinen früheren Aussagen widerspricht. Das Album, das erstmals vor zwei Jahren angekündigt wurde, enthält Singles wie 'Preacher Man', 'Beauty And The Beast', 'Damn' und 'Last Breath', die bereits im vergangenen Juni vorgestellt wurden. Produzent James Blake bat darum, aus den Credits entfernt zu werden, mit der Begründung, das Endergebnis sei 'nicht das, was ich erschaffen habe'. Tickets sind ab dem 31. März um 12 Uhr BST für 48 Stunden im PayPal-Presale erhältlich, der allgemeine Vorverkauf beginnt am 8. April. Yes Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund früherer Kontroversen, darunter das Zurückziehen einer Entschuldigung gegenüber der jüdischen Gemeinschaft Anfang 2025, die kurzzeitige Bezeichnung seiner selbst als 'Nazi' vor dem anschließenden Widerruf sowie die spätere Verbreitung von Hakenkreuz-Symbolik. Er traf sich im vergangenen November mit einem Rabbiner, um sich zu entschuldigen, und gab im Januar seine Diagnose einer bipolaren Störung vom Typ 1 bekannt.