Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat die Buchung von Ye für die Ausgabe 2026 des Wireless Festivals im Finsbury Park kritisiert, nachdem jüdische Gruppen zuvor die antisemitische Vergangenheit des Rappers verurteilt hatten. Ein Sprecher Khans erklärte, die früheren Äußerungen des Künstlers seien 'anstößig und falsch' und würden nicht die Werte der Stadt widerspiegeln.
Nach dem Gegenwind von jüdischen Organisationen wie dem U.K. Jewish Leadership Council und der Campaign Against Antisemitism – die die Buchung angesichts des zunehmenden Antisemitismus als 'zutiefst verantwortungslos' bezeichneten – äußerte sich der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan am 1. April dazu. Ein Sprecher Khans teilte gegenüber Medien wie Complex und Rolling Stone mit: 'Wir sind uns einig, dass die vergangenen Äußerungen und Handlungen dieses Künstlers anstößig und falsch sind und einfach nicht die Werte Londons widerspiegeln.' Er betonte: 'Dies war eine Entscheidung der Festivalorganisatoren, an der das City Hall nicht beteiligt ist.'
Der Sänger und Schauspieler Benjamin Haim-Isaac sagte gegenüber BBC Newsbeat: 'Man muss sich wirklich fragen, ob die Leute, die dieses Festival organisieren, die jüdische Gemeinschaft tatsächlich unterstützen.'
Das Wireless Festival kündigte am 31. März an, dass Ye an allen drei Abenden (10.–12. Juli 2026) als Headliner auftreten wird, was seine Rückkehr nach seinem Auftritt als Headliner im Jahr 2014 markiert. Das Festival bewarb dies als eine 'dreitägige Reise durch seine kultigsten Platten'. Die Organisatoren haben sich zu der wachsenden Kritik bisher nicht geäußert.
Zu Yes Kontroversen gehören antisemitische Bemerkungen, Waren mit Hakenkreuz-Symbolik und ein Lied aus dem Jahr 2025 mit dem Titel 'Heil Hitler'. Er schaltete kürzlich eine ganzseitige Entschuldigungsanzeige im Wall Street Journal, traf sich mit einem Rabbiner, veröffentlichte am 28. März das Album Bully und trat am 1. April im SoFi Stadium in Los Angeles auf.