Jüdische Organisationen verurteilen Verpflichtung von Kanye West für das Wireless Festival

Der Jewish Leadership Council und die Campaign Against Antisemitism haben die Entscheidung des Wireless Festivals verurteilt, Kanye West als Headliner für die Ausgabe 2026 zu verpflichten. Sie verweisen dabei auf seine wiederholten antisemitischen Äußerungen vor dem Hintergrund eines Anstiegs antisemitischer Vorfälle in Großbritannien. Die am 30. März veröffentlichte Ankündigung sieht West für alle drei Festivaltage vom 10. bis 12. Juli im Londoner Finsbury Park vor.

Der Jewish Leadership Council bezeichnete die Verpflichtung als „zutiefst verantwortungslos“ und verwies auf das Rekordniveau an Antisemitismus in Großbritannien, einschließlich eines Terroranschlags in Manchester, eines Angriffs auf Krankenwagen in Golders Green sowie vereitelter Anschlagspläne. Ein Sprecher erklärte: „West hat seine Plattform wiederholt genutzt, um Antisemitismus und pro-nazistische Botschaften zu verbreiten. Seine jüngste Entschuldigung muss vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass er nach früheren Entschuldigungen Hakenkreuz-T-Shirts verkaufte und einen Song namens Heil Hitler veröffentlichte.“

Die Campaign Against Antisemitism schloss sich dieser Kritik an. Ein Sprecher merkte an: „Kanye West hat Jahre seines Lebens darauf verwendet, seine Anhänger zum Hass auf Juden aufzustacheln. Er hat mehr Follower, als es Juden auf der Welt gibt, daher hat seine Hetze eine enorme Wirkung. Sein Kreislauf aus Entschuldigung und Rückfall ist zur Routine geworden, daher müssen wir wie bei jedem Süchtigen wieder einmal abwarten, ob es dieses Mal anders ist.“

West' Kontroversen eskalierten im Jahr 2022, als beleidigende Beiträge in sozialen Medien zu Sperrungen auf Plattformen, dem Abbruch von Markenpartnerschaften (z. B. Adidas, Balenciaga) und weitreichenden Verurteilungen führten. Er sah sich mit Klagen wegen antisemitischer Bemerkungen und der Verherrlichung Hitlers konfrontiert, entschuldigte sich mehrfach – unter anderem in einer Anzeige im Wall Street Journal im Januar –, nahm diese Entschuldigungen jedoch wieder zurück. Noch Anfang 2025 verbreitete er Hakenkreuz-Symbolik und veröffentlichte am 27. März sein zwölftes Studioalbum. Die Festivalveranstalter haben sich bisher nicht zu den Gegenreaktionen geäußert.

Dies schließt sich an die Berichterstattung über die Ankündigung des Headliners an.

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