Der Roman 'La ira y la niebla' des kolumbianisch-amerikanischen Schriftstellers John Londoño wurde auf der Internationalen Buchmesse in Bogotá präsentiert. Das Werk beleuchtet Kolumbien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, das vom Kaffee-Boom, der Modernisierung und Gewalt geprägt war. Der im Verlag Editorial Oveja Negra erschienene Roman soll einen Dialog über Erinnerung, Territorium und Identität anregen.
Der Roman 'La ira y la niebla' des kolumbianisch-amerikanischen Schriftstellers John Londoño wurde auf der Internationalen Buchmesse in Bogotá vorgestellt. Die im Verlag Editorial Oveja Negra veröffentlichte Geschichte basiert auf jahrelanger Recherche in Archiven, familiären Erinnerungen und historischen Fakten.
Die Erzählung beginnt mit dem Bau der Luftseilbahn zwischen Manizales und Mariquita, einem ikonischen Infrastrukturprojekt, das für den damaligen nationalen Fortschritt steht. Von dort aus verwebt das Werk etwa zwölf Geschichten, die soziale Spannungen thematisieren, wie etwa den Einfluss der Religion, Machismo, geschlechtsspezifische Gewalt, die sich wandelnde Rolle der Frau und politische Konflikte.
Die Charaktere erleben diese Ereignisse nicht nur, sie leisten auch Widerstand und unterstreichen dabei menschliche Bindungen wie etwa Lieben, die von Klassenunterschieden, moralischem Druck, Krieg, Distanz und Verlusten geprägt sind. Lieben wird zu einem Akt des Widerstands inmitten von Fortschritt und Gewalt.
Londoño kehrt nach über 30 Jahren als Geologe in der Energiebranche und als Universitätsprofessor zum Schreiben zurück und verbindet seine berufliche Erfahrung mit literarischem Feingefühl für das historische Gedächtnis Kolumbiens.