Ausstellung erinnert an Roberto Bolaños Jugendjahre in Los Ángeles

Eine Ausstellung im Centro Cultural de Los Ángeles in Chile lässt die Jugendjahre des Schriftstellers Roberto Bolaño in dieser südlichen Stadt wiederaufleben. Die am 16. März eröffnete Schau zeigt Zeichnungen und zeitgenössische Objekte des Autors und ist noch bis zum 23. April zu sehen.

Das Centro Cultural de Los Ángeles beherbergt die Ausstellung „Bolaño, regreso al país natal“, die im ehemaligen Gebäude des Liceo de Hombres untergebracht ist, wo Roberto Bolaño Mitte der 1960er Jahre zur Schule ging. Die Familie des Schriftstellers lebte bis 1968 in der Stadt, bevor sie mit ihm im Alter von fünfzehn Jahren nach Mexiko-Stadt zog.

Die von der 34-jährigen Journalistin und Literaturwissenschaftlerin Natalia Matus kuratierte Ausstellung erforscht diese wenig untersuchte Lebensphase des Autors. „Roberto Bolaños Leben vor der Pubertät ist nicht sehr gut erforscht, nicht sehr gut erschlossen“, erklärt Matus. „Und ich denke, alles, was er hier aufgenommen hat, ist relevant. Ich glaube, es spiegelt sich in seiner Literatur wider.“

Die Ausstellung umfasst einen chronologischen Überblick über seine Karriere, Kurzfilmausschnitte, eine Klanginstallation mit Texten aus „Sepulcros de vaqueros“ sowie Zeichnungen von Bolaño aus dem Jahr 1973, die während seiner kurzen Rückkehr nach Chile entstanden. In jenem Jahr wurde er nach dem Militärputsch in der Nähe von Concepción festgenommen, jedoch dank der Wiedererkennung durch ehemalige Mitschüler wieder freigelassen.

Zu sehen sind Familienfotos, eine Ausgabe von Pablo Nerudas „Veinte poemas de amor y una canción desesperada“, die dem Exemplar seiner Mutter Victoria Ávalos ähnelt, sowie Materialien zu Nerudas Nobelpreis von 1971. Das Zentrum bietet zudem einen Lesebereich mit Ausgaben des Verlags Anagrama und kritischer Sekundärliteratur.

Das ehemalige Wohnhaus der Familie in der Calle Juan Antonio Coloma steht zum Verkauf und hat bereits Besucher wie den US-amerikanischen Dichter Reed Sheppard und den chilenischen Dichter Jordi Lloret angezogen. Auch die Schwester des Autors, María Salomé Bolaño, hat das Haus vor Kurzem besucht. Unterdessen ist im spanischen Blanes die Ausstellung „Roberto Bolaño: El visitante del futuro“ zu sehen.

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