Das Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires (Malba) hat im Rahmen seiner Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen die Ausstellung „Latinoamérica en expansión“ eröffnet. Die Schau versammelt rund 150 Werke aus den Jahren 1900 bis 1970 aus der eigenen Sammlung, der Sammlung Costantini sowie – erstmals öffentlich gezeigt – Stücke aus der Colección Daros Latinamerica, die das Malba im vergangenen Jahr für bis zu 45 Millionen US-Dollar erworben hat.
Die Ausstellung befindet sich in Raum 2 auf Ebene 1 und wurde von María Amalia García, Alejandra Aguado und Nancy Rojas kuratiert, das museografische Design stammt von Mariano Dal Verme. Die Werke sind in elf thematische Schwerpunkte unterteilt, darunter Fuerza centrípeta, Escena callejera, Nana Watzin, Lo imposible, La discusión, Manifestación, Abaporu, Composición serial, Relieve espacial und Continuidad lumínica. Diese Sektionen beleuchten lateinamerikanische Avantgarden, sozial engagierte Kunst, surrealistische Poetik sowie südamerikanische Konstruktivismen.
Zu den ausgestellten Künstlern aus der Daros-Sammlung zählen unter anderem Lygia Clark, Hélio Oiticica, Carlos Cruz-Diez, Jesús Rafael Soto, Gego, Mira Schendel und Julio Le Parc. Zudem präsentiert die Ausstellung Schlüsselwerke von Frida Kahlo, Diego Rivera, Tarsila do Amaral (darunter 'Abaporu'), Xul Solar, Emilio Pettoruti, Wifredo Lam, Roberto Matta, Maria Martins, Remedios Varo, Leonora Carrington und Antonio Berni.
Die Eröffnung fand am Donnerstag um 18 Uhr bei freiem Eintritt in der Av. Pres. Figueroa Alcorta 3415, CABA, statt und umfasste einen Vortrag im Auditorium, der auf YouTube übertragen wurde. Als Teil dieser Serie zur Integration der Daros-Sammlung in das Malba wird die Ausstellung ab dem 18. September 2026 auf Raum 3 ausgeweitet und Werke ab den 1960er Jahren einbeziehen; sie läuft bis zum 8. Februar 2027. Dies steht im Zusammenhang mit den Jubiläumsveranstaltungen des Museums vom 18. bis 21. September.