Die Law Society of Kenya hat Anwälte zur Polizeistation Lang’ata entsandt, um die Freilassung des ehemaligen Obersten Richters David Maraga und anderer Aktivisten zu erwirken, die während eines Protests am Montag, den 8. Juni, festgenommen wurden.
Maraga wurde entlang der Lang’ata Road in Gewahrsam genommen, als er gegen die mutmaßlich irreguläre Landzuteilung im Nairobi National Park demonstrierte. Neun weitere Demonstranten wurden ebenfalls festgenommen, und die Polizei beschlagnahmte laut dem ehemaligen BBC-Journalisten Ian Wafula die Ausrüstung von Journalisten, die über das Ereignis berichteten. LSK-Präsident Charles Kanjama erklärte, die Gesellschaft habe ein Rechtsteam entsandt, um die bedingungslose Freilassung der Inhaftierten zu fordern. Er bezeichnete die Festnahmen als Angriff auf die verfassungsmäßigen Freiheiten gemäß Artikel 37 und forderte ein Ende der Schikanierung zivilgesellschaftlicher Akteure. Der Protest richtete sich gegen Pläne des Kenya Wildlife Service, etwa 76 Morgen Wald für ein verlegtes Tierwaisenhaus sowie einen 8 Morgen großen Parkplatz im Zusammenhang mit dem 41,9 Milliarden KSh teuren Bomas International Convention Center zu roden. Umweltgruppen lehnen das Projekt mit Verweis auf mangelnde öffentliche Beteiligung und Bedrohungen für das Ökosystem des Parks ab. Kanjama betonte, dass nationales Kulturerbe nicht hinter verschlossenen Türen verhandelt werden dürfe, und forderte eine transparente öffentliche Prüfung des Bomas-Erweiterungsplans.