Lesotho-Hochland-Wasserprojekt bringt Vorteile für Wasserkraft

Das Lesotho-Hochland-Wasserprojekt, das ursprünglich dafür gedacht war, Gauteng mit Wasser zu versorgen, ist unerwartet zu einer Quelle erneuerbarer Energie durch neue Wasserkraftinitiativen geworden. Das kürzlich eröffnete Boston-Wasserkraftwerk in der Nähe von Clarens ist ein Beispiel für diesen Wandel und erzeugt saubere Energie inmitten der Energieliberalisierung in Südafrika. Diese Entwicklung zeigt, wie bestehende Infrastruktur breitere Nachhaltigkeitsziele unterstützen kann.

Das Lesotho-Hochland-Wasserprojekt (LHWP), das Ende der 1980er Jahre gestartet wurde, zielte darauf ab, Südafrikas industrielles Zentrum in Gauteng mit einer zuverlässigen Wasserversorgung zu versorgen, indem Wasser aus den Bergen Lesothos kanalisiert wurde. Wasser aus dem massiven Katse-Staudamm fließt durch Kanäle und erreicht schließlich den Ash River in der Nähe von Clarens im Free State, wo es zu einem konstanten Strom wird, der für die Wasserkraftnutzung geeignet ist.

Das Boston-Wasserkraftwerk, das von Serengeti Energy gebaut und kürzlich eröffnet wurde, nutzt diesen Fluss. „Das ist eine unbeabsichtigte Folge des Lesotho-Hochland-Wasserprojekts [LHWP]. Daran haben sie beim Start nicht gedacht“, sagte Anton-Louis Olivier, CEO von Serengeti Energy, während er neben dem Kanal stand. Die Anlage im Wert von 390 Millionen Rand verfügt über eine Turbine, die die Energie des Wassers nutzt, ohne es zu verbrauchen, sodass der Fluss nach Gauteng weiterfließen kann.

Das an der JSE notierte Growthpoint Properties hat einen 30-prozentigen Anteil am Werk erworben und sichert sich exklusiven Zugang zu seinen jährlichen 30 GWh erneuerbarer Elektrizität durch einen 195-GWh-Stromabnahmevertrag mit Etana Energy. Die Anlage ist unbemannt und hat eine Betriebsdauer von mehr als 40 Jahren. Growthpoint-CEO Estienne de Klerk bemerkte: „Es profitiert nicht nur den unmittelbaren Bewohnern der Immobilien von Growthpoint, sondern hilft auch, eine hellere und nachhaltigere Zukunft für Südafrika zu schaffen.“

Dieses Projekt spiegelt den Boom erneuerbarer Energien in Südafrika wider, der durch regulatorische Liberalisierung nach den Herausforderungen von Eskom angestoßen wurde. Eine Handvoll Wasserkraftwerke betreiben nun entlang des Ash River und tragen zu Dekarbonisierungsanstrengungen in verschiedenen Sektoren bei. Weltweit macht Wasserkraft etwa 15 % der Stromerzeugung aus und bietet eine konstante Ausgabe im Vergleich zu intermittierenden Quellen wie Wind oder Solar. Derzeit ist der Katse-Staudamm zu 97 % gefüllt und der Mohale-Staudamm zu 89 %, was eine zuverlässige Erzeugung bei vielversprechenden Regenprognosen unterstützt.

Während das LHWP die Energiesicherheit stärkt, bleibt die Wasserversorgung nach Johannesburg durch lokale Infrastrukturprobleme behindert.

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