Maggie Gyllenhaals „The Bride!“ interpretiert Frankenstein im Chicago der 1930er neu

Maggie Gyllenhaals zweiter Spielfilm „The Bride!“ bietet eine feministische Neuinterpretation der Frankenstein-Geschichte mit Jessie Buckley und Christian Bale in den Hauptrollen. Spielend in Chicago 1936, folgt der Film dem Monster und seiner wiederbelebten Braut auf ihrem Weg durch Liebe und Rebellion. Kritiker loben die Punk-Energie, kritisieren jedoch das Tempo.

Maggie Gyllenhaal inszeniert und schreibt „The Bride!“, ihren Nachfolger zu „The Lost Daughter“, und präsentiert eine raue punk-feministische Auslegung von Mary Shelleys „Frankenstein; or, The Modern Prometheus“. Der Film, veröffentlicht von Warner Bros. über First Love Films und In The Current Company, dauert 126 Minuten und trägt eine R-Freigabe der MPA.  nnDie Geschichte entfaltet sich im neonbeleuchteten Chicago der 1930er Jahre, wo Christian Bale Frank spielt, das wandernde Frankenstein-Monster mit einer Krone aus schmutzigen Heftklammern, einer vernarbten Nase und einem aus verfallenden Häuten zusammengesetzten Körper. Er sucht Gefährtschaft bei Dr. Euphonious, dargestellt von Annette Bening, einer schlagfertigen verrückten Wissenschaftlerin. Sie beleben Ida (Jessie Buckley) wieder zum Leben, eine ehemalige Partygirl, die nach einem Sturz die Treppe hinunter stirbt und mittels elektromagnetischer Methoden wiederbelebt wird. Ida tritt als abgetretene Rebellin in einem seidenen orangenen Flapper-Kleid auf, mit schwarzem chemischem Blut, das ihren Mund befleckt, und verkörpert Unschuld und Zorn.nnJessie Buckley erscheint auch als Mary Shelley in einer schwarz-weißen Rahmengeschichte und leitet die Erzählung mit dem Satz ein: „Here comes the motherfucking bride!“ Frank und Ida knüpfen eine Bindung, erleben intime Momente und werden zu Gesetzlosen, nachdem Frank sie vor Räubern verteidigt. Die Handlung zieht Einflüsse aus „Joker: Folie à Deux“, „Thelma & Louise“, „Sid and Nancy“ und „Natural Born Killers“, entwickelt sich zu einer Saga von Liebenden außerhalb des Gesetzes mit feministischen Themen. Ida skandiert „I would prefer not to“ aus Melvilles „Bartleby, the Scrivener“ und inspiriert eine Welle von Frauen zum Aufstand, gekennzeichnet durch Mundtattoos mit schwarzer Tinte.nnDer Cast umfasst Penélope Cruz, Peter Sarsgaard, Jake Gyllenhaal als Matinee-Idol Robbie Reed, John Magaro, Jeannie Berlin, Matthew Maher und Linda Emond. Kamera führt Lawrence Sher, Schnitt Dylan Tichenor, Musik Hildur Guðnadóttir. Bei einer Vorführung im AMC 34th St. in New York am 2. März 2026 erhält der Film Lob für die magnetischen schauspielerischen Leistungen, aber Kritik für das schleppende Tempo und das Fehlen einer narrativen Struktur, wirkt halb improvisiert und didaktisch in der Darstellung der Revolution. Eine Nachtclub-Szene mit „Puttin’ on the Ritz“ bietet ein berauschendes Highlight.

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