Die Predigerin Mamah Dedeh hat die Praxis geheimer Ehen kritisiert, die oft von treulosen Männern missbraucht wird, um persönliche Begierden zu befriedigen, obwohl sie im islamischen Recht erlaubt ist. Sie betonte, dass in Indonesien Polygamie die Erlaubnis der ersten Frau und die Genehmigung des Gerichts erfordert. Die Aussage fällt inmitten der Kontroverse um Inara Rusli und Insanul Fahmi.
Jakarta – In einem Podcast mit Denny Sumargo, der am 23. Februar 2026 ausgestrahlt wurde, sprach die Predigerin Mamah Dedeh über die zunehmende öffentliche Debatte zu geheimen Ehen, insbesondere nach dem Fall mit Inara Rusli und Insanul Fahmi. Mamah Dedeh räumte ein, dass Männer nach islamischem Recht ohne Erlaubnis der ersten Frau wiederverheiratet werden dürfen. Sie erklärte jedoch, dass in Indonesien das nationale Recht strenge Bedingungen für Polygamie vorschreibt, einschließlich der Zustimmung der ersten Frau und der Genehmigung des Gerichts. Sie hob hervor, wie diese Lücke oft von sogenannten 'hidung belang'-Männern – treulosen Individuen – für geheime Ehen ausgenutzt wird. „Derzeit nutzen viele hidung belang-Männer geheime Ehen im Namen der Religion aus, aber tatsächlich geht es nur um die Befriedigung ihrer Begierden“, sagte Mamah Dedeh. Mamah Dedeh betonte die Nachteile, denen Frauen in solchen Praktiken ausgesetzt sind. In vielen Fällen werden Frauen verlassen, sobald die Beziehung kippt, ohne klare rechtliche Absicherung. „In der Realität: Nach der Sättigung wird man verlassen, oder? Der Verlust ist für die Frau“, fügte sie hinzu. Weiterhin skizzierte sie Risiken wie unsichere finanzielle Unterstützung, Erbrechte und den Status der Kinder. „Der Mann hat seinen Spaß und geht, wohin klagt man, wenn er keinen Unterhalt zahlt? Wenn er stirbt, kein Erbe, wenn unser Kind ein Mädchen ist, kein Recht als Vormund“, betonte sie. Sie ermahnte Frauen, geheime Heiratsvorschläge nicht leichtfertig anzunehmen und ihren Würde durch das Verständnis der rechtlichen und sozialen Risiken zu schützen.