Marta Kostyuk beendet dreijährige Titelflaute in Rouen

Marta Kostyuk besiegte ihre ukrainische Landsfrau Veronika Podrez mit 6:3, 6:4 und gewann damit den Titel beim WTA-250-Turnier Open Capfinances Rouen Métropole. Die topgesetzte Spielerin sicherte sich ihren zweiten WTA-Einzeltitel und ihren ersten seit über drei Jahren in einem Finale, das in die Geschichte als erstes rein ukrainisches WTA-Finale einging. Unter Tränen widmete sie den Sieg ihrer Trainerin Sandra Zaniewska.

Kostyuk, die an Nummer eins gesetzte Spielerin des Turniers, setzte sich am Sonntag im französischen Rouen in einer Stunde und 21 Minuten durch. Podrez, eine 19-jährige Qualifikantin, die ihr Debüt auf Tour-Ebene gab, erreichte ihr erstes WTA-Finale, musste sich jedoch geschlagen geben. Als der letzte Schlag von Podrez im Aus landete, sank Kostyuk vor Emotionen auf die Knie, bevor sie die Trophäe in die Höhe stemmte. Der Sieg beendet für Kostyuk eine dreijährige Wartezeit seit ihrem Titel bei den ATX Open 2023. Sie hatte zuvor mit Rückschlägen zu kämpfen, darunter ein Bänderriss im linken Knöchel bei den Australian Open sowie frühe Niederlagen in Indian Wells und Miami. Während der Siegerehrung kämpfte Kostyuk mit den Tränen, als sie sich an das Publikum wandte: Ich versuche, nicht emotional zu werden, Entschuldigung. Ich möchte meiner Trainerin danken. Dies ist unser erster gemeinsamer Titel. Ich möchte ihn dir widmen. Wir haben zusammen so viel durchgemacht, sehr schwierige wie auch wunderschöne Momente, daher bin ich wirklich dankbar für deine Geduld, dein Engagement und alles, was du in den letzten drei Jahren in mich investiert hast. Dieser Titel ist für dich. Danke. Sie hob die historische Bedeutung der Begegnung hervor: Dieses Match heute war nicht irgendein Match. Es war ein historischer Moment für das ukrainische Tennis. Zum ersten Mal stehen zwei Ukrainerinnen in einem Finale. Kostyuk äußerte die Hoffnung, dass das Finale mehr ukrainische Kinder dazu inspirieren würde, den Sport zu erlernen, und verwies darauf, dass es bereits fünf Spielerinnen aus ihrem Land unter den Top 100 gibt.

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