Angela Merkel hat sich auf einer Konferenz für verstärkte diplomatische Anstrengungen europäischer Staaten im Ukrainekrieg ausgesprochen. Sie befürwortet zugleich militärische Unterstützung für die Ukraine.
Die ehemalige Bundeskanzlerin äußerte sich auf dem WDR-Europaforum bei der Digitalkonferenz Republica. Merkel betonte, dass diplomatische Bemühungen die zweite Seite der Medaille seien, neben der Abschreckung durch militärische Hilfen.
Bisher habe vor allem US-Präsident Donald Trump als Vermittler agiert. Merkel forderte Europa auf, sich nicht zurückzuhalten, da ein Mangel an Selbstvertrauen ein Fehler sei.
Sie verwies auf ihre eigenen Gespräche mit Wladimir Putin nach der Annexion der Krim. Damals habe sie keine externe Vermittlung in Betracht gezogen. „Das muss man selber in die Hand nehmen“, sagte Merkel. Putin hatte zuvor Gerhard Schröder als möglichen Vermittler genannt.