Russlands Präsident Wladimir Putin hat den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler in Friedensgesprächen mit der Ukraine ins Spiel gebracht. Die oberste EU-Diplomatin Kaja Kallas lehnte den Vorschlag umgehend ab. Kritiker sehen darin ein taktisches Manöver Moskaus.
Der Vorschlag fiel rund um die Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland. Putin kündigte zugleich eine vorübergehende Waffenruhe und einen großen Gefangenenaustausch an.
Kallas bezeichnete Schröder als russischen Lobbyisten und lehnte eine Vermittlerrolle strikt ab. Auch in Deutschland löste die Idee Empörung aus.
Die AfD äußerte dagegen Zustimmung. Der 82-jährige Schröder gilt wegen seiner engen Beziehungen zu Putin als umstritten. Im vergangenen Jahr sagte er wegen eines Burnouts sogar vor einem Untersuchungsausschuss nicht aus.