Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Sonntagabend (3. Mai 2026) im ARD-Interview bei Caren Miosga die Stabilität seiner schwarz-roten Koalition betont. Er mahnte die SPD zur Kompromissbereitschaft auf und schloss Alternativen wie eine Duldung durch die AfD aus. Merz sprach offen über den Unmut in der Union und die Grenzen seiner Geduld.
Friedrich Merz, seit genau einem Jahr Bundeskanzler, trat am Sonntagabend ins ARD-Studio zu einem Interview mit Caren Miosga an. Er relativierte Spannungen mit US-Präsident Donald Trump und richtete seinen Fokus auf die innenpolitische Lage. Nur 15 Prozent der Bürger sind mit der Regierung zufrieden, Werte ähnlich wie bei der ehemaligen Ampel-Koalition vor ihrem Scheitern.
Merz mahnte den Koalitionspartner SPD: „Kompromisse sind keine Einbahnstraße.“ Er forderte von SPD-Chefs Lars Klingbeil und Bärbel Bas die gleiche Kompromissbereitschaft, wie sie die Union zeige. „Ich habe keine Vollmacht, die CDU umzubringen“, sagte Merz über den wachsenden Unmut in seiner Partei und die Zumutungen des Regierens.
Trotz Zweifeln versicherte der Kanzler: Er suche „keine andere Mehrheit als Schwarz-Rot“. Eine Koalition mit Duldung durch die AfD komme „nicht in Frage“. Unternehmen, Investoren und Beschäftigte wollten vor allem verlässliche Regierungsführung in den kommenden Monaten, betonte Merz.
Die Aussagen werden in Berlin Debatten auslösen über die Stabilität der Koalition und die Rolle der SPD.