Klingbeil stellt Reformplan vor und fordert Mut

Vizekanzler Lars Klingbeil hat bei der Bertelsmann Stiftung eine Reformagenda für die Koalition skizziert. Er forderte Mut von seiner SPD, da 2026 Herausforderungen bringe. Dies geschieht vor den Verhandlungen zu einem großen Maßnahmenpaket.

In Berlin nehmen nach den ersten Landtagswahlen des Jahres die Reformpläne der Koalition aus CDU und SPD Konturen an. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte im Bundestag, Reformen seien notwendig, damit Deutschland eine prosperierende Volkswirtschaft bleibe. „Die meisten der Probleme sind von uns hausgemacht“, betonte Merz. „Und deswegen liegt es auch an uns, dafür zu sorgen, dass diese Probleme wieder kleiner werden.“ Die Koalition plant in den kommenden Wochen Verhandlungen zu einem Maßnahmenpaket. Bereits kursieren Ideen wie die Streichung der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung, wie das Handelsblatt berichtete. Auch eine Anhebung der Mehrwertsteuer wird diskutiert, um Sozialabgaben zu senken und Mehrarbeit attraktiver zu machen – ebenfalls nach Angaben des Handelsblatt vom Dienstag. Merz schloss eine Mehrwertsteuererhöhung im Bundestag nicht aus, erwähnte aber auch die Option, den ermäßigten Steuersatz für Lebensmittel zu senken. Finanzminister Klingbeil umriss in einer Grundsatzrede bei der Bertelsmann-Stiftung detaillierte Vorschläge für das Paket. Dies diene als Verhandlungsangebot an die Union und Botschaft an die SPD. „2026 wird uns Mut abverlangen“, sagte Klingbeil. Unter den Positionen könnten kontroverse Arbeitsmarktmaßnahmen sein.

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