Bundeskanzler Friedrich Merz wird am 31. Dezember 2025 seine erste Neujahrsansprache halten und die Herausforderungen für 2026 skizzieren. Er betont, dass Deutschland sie meistern kann, wenn alle mithelfen. Die vorab aufgezeichnete Rede ist Tradition seit 1970 und wird mehrmals im Fernsehen übertragen.
Die Neujahrsansprache von Bundeskanzler Friedrich Merz markiert den Übergang ins Jahr 2026 und ist seine erste im Amt nach einem turbulenten ersten Jahr. Am 6. Mai 2025 wurde Merz im Bundestag erst im zweiten Wahlgang mit 325 Stimmen zum Kanzler gewählt – ein historisch einmaliger Vorgang in der Bundesrepublik. Sein Amtsjahr war geprägt von Kontroversen, öffentlichen Debatten und internen Spannungen in der CDU/CSU, insbesondere im Rentenstreit, bei dem jüngere Unionsabgeordnete Reformpläne blockierten.
Umfragen spiegeln die Unsicherheiten wider: Im ZDF-Politbarometer vom Dezember 2025 bewerten 53 Prozent der Befragten die schwarz-rote Koalition negativ, nur 41 Prozent positiv. Merz selbst erhält von 56 Prozent schlechte Noten. Die Ansprache soll daher nicht nur einen Rückblick auf 2025 bieten, sondern auch Vertrauen zurückgewinnen und auf weitere Reformen einstimmen.
Merz skizziert in der Rede die Herausforderungen für 2026 und sieht Potenzial für einen "Moment des Aufbruchs", wenn die Bevölkerung mitwirkt. Die vorab aufgezeichnete, wenige Minuten dauernde Ansprache wird am Silvesterabend (Mittwoch, 31.12.2025) erstmals um 19:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt, gefolgt von Übertragungen auf ARD-Sendern wie Das Erste (20:10 Uhr), alpha und tagesschau24. Livestreams sind in den Mediatheken von ZDF und ARD, auf der Website des Bundeskanzlers, dem YouTube-Kanal der Bundesregierung sowie auf Joyn verfügbar.
Seit 1970 wendet sich der Kanzler zu Silvester an die Nation, zuvor übernahm der Bundespräsident diese Rolle. Die Rede blickt typischerweise auf Erfolge zurück und richtet den Fokus nach vorn, um Solidarität zu fördern.