Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Aussage relativiert, wonach bis zu 80 Prozent der Syrerinnen und Syrer in Deutschland innerhalb weniger Jahre in ihre Heimat zurückkehren sollen. Am Montag noch von hohen Rückkehrquoten gesprochen, verweist er nun auf den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. AfD-Chefin Alice Weidel fordert eine Einbürgerungspause.
Friedrich Merz äußerte sich am Montag zu hohen Rückkehrquoten für Syrer nach Syrien. Er sagte gegenüber Medien, bis zu 80 Prozent der Syrerinnen und Syrer sollten innerhalb weniger Jahre oder bis 2029 zurückkehren. Dies löste Debatten aus, da Syrien unter Präsident Ahmed al-Scharaa stabiler wirkt.
Am Dienstag, dem 31. März 2026, ging Merz auf Distanz zur 80-Prozent-Marke. Er verwies auf Aussagen des syrischen Präsidenten und betonte, dass Rückkehren mit Syrien abgestimmt werden müssten. Kritiker warfen ihm Widersprüche vor.
AfD-Chefin Alice Weidel forderte die sofortige Umsetzung und ein Einbürgerungsmoratorium. Grüne-Politikerin Irene Mihalic Amtsberg wies gegenüber der Funke Mediengruppe darauf hin, dass solche Zahlen die fragile Sicherheitslage in Syrien ignorierten und viele Syrer integriert seien. Henriette Neumeyer betonte gegenüber dem RND die Bedeutung syrischer Ärzte für die Gesundheitsversorgung.
In Berlin-Schöneberg sprach Malakeh Jazmati, 39, Inhaberin eines syrischen Restaurants, die al-Scharaa bei seinem Staatsbesuch traf. Ihre Bekannte Sona, eine 35-jährige Ingenieurin, sagte: „Wir sind hart arbeitende Menschen und mittlerweile Teil dieser Gesellschaft.“ Viele Kinder seien bilingual.