Bundesregierung plant Aufnahme afghanischer Flüchtlinge bis Jahresende

Die Bundesregierung strebt an, die verbleibenden 535 Afghanen mit Aufnahmezusage aus Pakistan bis Dezember nach Deutschland zu bringen. Innenminister Alexander Dobrindt betonte den engen Austausch mit pakistanischen Behörden, während Pakistan ein Ultimatum bis Jahresende stellte. Bereits 609 Personen sind seit September eingereist, doch für rund 640 wurde die Zusage zurückgezogen.

Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz plant, die Aufnahme der noch ausstehenden Afghanen mit Aufnahmezusage bis Jahresende abzuschließen. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland: "Wir wollen das so weit wie möglich im Dezember abschließen". Es handelt sich um 535 Personen, darunter 460 aus dem Bundesaufnahmeprogramm und 75 aus dem Ortskräfteprogramm, die derzeit in Pakistan warten.

Nach der Taliban-Machtübernahme in Afghanistan im Jahr 2021 hatte Deutschland gefährdeten Gruppen wie Ortskräften, Menschenrechtlern, Richtern und Journalisten eine Aufnahme zugesichert. Viele von ihnen harren seitdem in Pakistan aus. Die pakistanische Regierung forderte Deutschland auf, die Programme bis Ende des Jahres zu beenden, andernfalls drohen weitere Abschiebungen. Im Spätsommer hatte Pakistan bereits über 200 Betroffene nach Afghanistan zurückgeschickt.

Seit September sind 609 afghanische Staatsbürger mit Zusage nach Deutschland gereist, darunter 160, die am Dienstag mit einem Charterflug in Berlin landeten. Für etwa 640 Afghanen, die vor dem Amtsantritt der aktuellen Regierung Zusagen erhielten, wurde die Aufnahme jedoch kürzlich endgültig abgelehnt. Begründung: "dass kein politisches Interesse zur Aufnahme mehr vorliegt". Merz betonte im Bundestag, Deutschland halte sich an rechtliche Verpflichtungen, prüfe die Fälle aber genau.

Einige Fälle könnten in den Januar hineinragen, doch Dobrindt unterstrich den Willen, das Versprechen weitgehend einzuhalten. Dies zeigt die Balance zwischen humanitären Verpflichtungen und politischen Prioritäten der neuen Regierung.

Verwandte Artikel

Group of Afghan refugees joyfully arriving at Berlin airport after securing visas through court rulings.
Bild generiert von KI

32 Afghanen aus Aufnahmeprogramm in Berlin gelandet

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Trotz des Stopps des Bundesaufnahmeprogramms für gefährdete Afghanen sind 32 Personen aus Pakistan nach Deutschland eingereist. Sie landeten über Berlin und erhielten Visa durch gerichtliche Klagen. Viele Betroffene warten seit Jahren in Islamabad auf ihre Aufnahme.

Die Bundesregierung hat zu Jahresbeginn 2025 die Abschiebungen von Straftätern nach Afghanistan fortgesetzt. Zwei afghanische Straftäter wurden kürzlich abgeschoben, unter Nutzung eines neuen Mechanismus. Es wird mit regelmäßigen Rückführungen gerechnet.

Von KI berichtet

Die Bundespolizei hat 2025 rund 62.500 illegale Einreisen an den deutschen Grenzen festgestellt, was im Vergleich zu 2023 eine Halbierung darstellt. Seit der Einführung von Grenzkontrollen im September 2024 und ihrer Intensivierung im Mai 2025 wurden Tausende Menschen abgewiesen. Die Maßnahmen zielen auf eine stärkere Eindämmung der Migration ab.

Aufgrund des Kriegs zwischen USA, Israel und Iran sitzen Zehntausende Reisende im Nahen Osten fest. Die Bundesregierung organisiert Rückholflüge, doch Betroffene müssen möglicherweise an den Kosten teilnehmen. Reiseveranstalter wie Tui und Dertour versprechen, diese Kosten zu übernehmen, falls ihre Kunden die Flüge nutzen.

Von KI berichtet

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember auf 2,908 Millionen gestiegen, die Quote auf 6,2 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit sieht eine Erholung erst ab Mitte 2026, beeinflusst durch Wirtschaftsflaute und demografischen Wandel. Chefin Andrea Nahles warnt vor Herausforderungen trotz möglicher konjunktureller Belebung.

Bei den Landtagswahlen im September könnte die AfD erstmals in eine Regierung einziehen. Die Partei hat eine spezielle Task Force eingerichtet, um sich vorzubereiten. Das größte Hindernis bleibt die Suche nach qualifiziertem Führungspersonal.

Von KI berichtet

Bei einem Besuch in Berlin hat Syriens Außenminister Asaad al-Shaibani die syrische Diaspora als „strategisches nationales Gut“ bezeichnet. Damaskus signalisiert wirtschaftliche Öffnung gegenüber Deutschland, lehnt jedoch Zwangsrückführungen ab. Syrien bietet Kooperation bei der Bekämpfung von Terrorismus und Kriminalität an.

 

 

 

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen