Die Bundespolizei hat 2025 rund 62.500 illegale Einreisen an den deutschen Grenzen festgestellt, was im Vergleich zu 2023 eine Halbierung darstellt. Seit der Einführung von Grenzkontrollen im September 2024 und ihrer Intensivierung im Mai 2025 wurden Tausende Menschen abgewiesen. Die Maßnahmen zielen auf eine stärkere Eindämmung der Migration ab.
Die Zahl der unerlaubten Einreisen nach Deutschland ist in den letzten zwei Jahren deutlich gesunken. Laut Angaben der Bundespolizei beliefen sich die illegalen Einreisen 2025 auf 62.526 Fälle an Land-, Luft- und Seegrenzen, im Vergleich zu 83.572 im Jahr 2024 und 127.549 im Jahr 2023. In manchen Monaten 2023 wurden über 20.000 Personen aufgegriffen, während der Dezember 2025 nur knapp 4.600 zählte.
Seit Mitte September 2024 gelten an allen deutschen Landesgrenzen wieder Grenzkontrollen bei Einreisen, die zuvor teilweise bestanden. Diese befristeten Kontrollen, die im Schengen-Raum eigentlich nicht vorgesehen sind, wurden zweimal verlängert. Der Schengen-Raum umfasst die meisten EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Seit Einführung der Kontrollen registrierte die Bundespolizei 67.918 unerlaubte Einreisen, von denen 46.426 Personen an der Grenze oder im Zusammenhang mit illegalem Grenzübertritt zurückgewiesen oder zurückgeschoben wurden. Weitere 2.513 Menschen wurden aufgrund von Wiedereinreisesperren gehindert, und 1.945 Schleuser festgenommen.
Im Mai 2025 intensivierte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Kontrollen, die unter der vorherigen Ampel-Regierung eingeführt worden waren. Die Polizei weist seither auch Asylsuchende ab, mit Ausnahmen für vulnerable Gruppen wie Kranke oder Schwangere. Seit dem 8. Mai 2025 zählte die Bundespolizei 33.338 unerlaubte Einreisen, wobei 242 vulnerable Personen Asyl beantragt haben. Insgesamt wurden seit Mai bis Jahresende 24.400 Menschen zurückgewiesen, darunter knapp 1.200 aus sicheren Drittstaaten. Unerlaubte Einreisen umfassen Fälle ohne gültige Aufenthaltsberechtigung. Die Zahlen wurden in Potsdam bekanntgegeben.