Inspektoren haben die strengen Richtlinien von Bildungsminister Édouard Geffray zur schriftlichen Qualität in den Bac-Prüfungsarbeiten 2026 nicht weitergegeben.
Während eines akademischen Koordinierungstreffens am 18. Juni erklärte ein Inspektor, dass Arbeiten mit mangelhafter Rechtschreibung und Syntax nicht bestraft würden, sofern das Verständnis der Argumentation nicht beeinträchtigt sei. Etwa 500 Korrektoren für Geschichte und Geografie aus den Akademien Paris, Versailles und Créteil nahmen an der Videokonferenz teil.
Im März sandte Édouard Geffray ein Dienstschreiben an Rektoren und Inspektoren, in dem gefordert wurde, dass bei der Benotung von Bac- und Brevet-Prüfungen die schriftliche Qualität berücksichtigt werden müsse. Am 7. Mai erklärte er gegenüber Le Figaro, dass Schüler, die schlecht geschriebene Arbeiten einreichten, keine guten Noten erhalten dürften.
Auszüge aus den akademischen Sitzungen, die Le Figaro vorliegen, zeigen, dass diese Anweisungen nicht einheitlich an die Korrektoren weitergegeben wurden.