Der Automobilistenverband Kenias hat die Genehmigung der Regierung für eine 30-jährige Konzession an ein von Chinesen geführtes Konsortium zur Errichtung und Verwaltung der 175 Kilometer langen Rironi-Mau Summit Highway verurteilt. Die Gruppe argumentiert, dass der Deal die Nutzer diskriminiert, indem er Mautgebühren einführt, während andere große Straßen kostenlos bleiben, und Risiken für die nationale Souveränität birgt. Der Bau soll im Januar 2026 beginnen und 200 Milliarden Ksh kosten.
Die Kenya National Highways Authority (KeNHA) hat ein Konsortium unter der Leitung der China Road and Bridge Corporation (CRBC), zusammen mit dem National Social Security Fund (NSSF) und Shandong Hi-Speed Road and Bridge International, als bevorzugten Antragsteller für das Rironi-Mau Summit Expressway-Projekt ausgewählt. Die 175 Kilometer lange vierspurige Autobahn wird Rironi im Kiambu County über Nyandarua mit dem Mau Summit im Nakuru County verbinden und Teil des vitalen A8 Northern Corridor bilden, der den Hafen von Mombasa mit dem Westen Kenias und Nachbarländern wie Uganda, Ruanda und Südsudan verbindet.
Der Public-Private Partnership (PPP)-Ausschuss des Nationalen Finanzministeriums hat das Projekt am 23. Oktober 2025 genehmigt und bestätigt, dass der Machbarkeitsbericht des Konsortiums die finanziellen und technischen Anforderungen des PPP-Gesetzes erfüllt. Die Arbeiten sollen vor Januar 2026 beginnen und innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein, wobei die Autobahn ab 2028 betriebsbereit sein soll. Autofahrer werden eine Basismaut von 8 Ksh pro Kilometer für Pkw und kleine Vierradfahrzeuge zahlen, die jährlich um 1 % steigt, um Inflation und Wechselkurse anzupassen. Die Schnellstraße wird acht Mautstationen unter einem offenen Mautsystem, 15 Anschlussstellen, acht Fußgängerbrücken, 25 Kilometer Servicefahrstreifen, acht Wildtierübergänge, 41 U-Turns, 41 Unterführungen und 118 Bushaltestellen umfassen.
Die Opposition kam rasch vom Automobilistenverband Kenias (MAK), der am 24. Oktober 2025 eine Erklärung abgab und die Konzession als 'reine Diskriminierung westwärts reisender Bürger' bezeichnete, da Maut hier erhoben wird, während Straßen wie die Thika Superhighway und Kenol-Marua kostenlos bleiben. Der MAK warnte vor Bedrohungen für die Souveränität und wirtschaftliche Unabhängigkeit Kenias und fragte, warum die Regierung das Projekt mit 200 Milliarden Ksh nicht durch Steuern oder Kredite finanzieren kann, anstatt es für 30 Jahre zu übergeben. 'Dieser Schritt stellt eine reine Diskriminierung dar... und eine alarmierende Bedrohung für die Souveränität Kenias', hieß es in der Erklärung des Verbands, der Parallelen zu chinesischen Übernahmen in Sri Lanka und Sambia zog. Sie hoben erfolgreiche mautfreie Erweiterungen von Straßen wie den Nairobi Bypasses und Isiolo-Moyale hervor und betonten, dass öffentliche Vermögenswerte nicht zu Waren für ausländische Kontrolle gemacht werden sollten.