Südafrikas Verteidigungsministerin Angie Motshekga hat eine Untersuchungskommission eingesetzt, um zu klären, warum Präsident Cyril Ramaphosas Anweisung, iranische Kriegsschiffe von einer multinationalen Marinübung auszuschließen, nicht befolgt wurde. Die Übung, bekannt als Will for Peace, fand in False Bay nahe Simon's Town statt. Die Entscheidung folgt auf Berichte über mögliche diplomatische Spannungen mit den Vereinigten Staaten.
Verteidigungsministerin Angie Motshekga gab am 16. Januar 2026 bekannt, dass sie ein Board of Inquiry (BOI) eingerichtet hat, um zu untersuchen, warum die South African National Defence Force (SANDF) Präsident Cyril Ramaphosas Anweisungen nicht befolgt hat, die iranische Beteiligung am Exercise Will for Peace zurückzuziehen. Die multinationale Marinübung fand in False Bay statt und umfasste Schiffe aus Südafrika, Russland, China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und angeblich Iran. nnRamaphosas Direktive zielte darauf ab, die Beziehungen zu den USA nicht zu belasten, inmitten von Debatten über die Verlängerung des African Growth and Opportunity Act und Bedenken hinsichtlich der Unterdrückung von Protesten im Iran. Motshekga erklärte, dass die Anweisungen des Präsidenten „klar an alle Beteiligten kommuniziert“ und für die Umsetzung vereinbart worden seien. Das BOI wird prüfen, ob die Anweisungen falsch dargestellt oder ignoriert wurden, und innerhalb von sieben Tagen nach Beendigung der Übung einen Bericht vorlegen. nnTrotz der Anweisungen blieben drei iranische Schiffe – die Korvette IRIS Naghdi (Nr. 82), das Versorgungsschiff IRIS Makran (Nr. 441) und die IRIS Shahid Mahdavi (Nr. 110-3) – die ganze Woche über in der Region. Die SANDF postete auf Facebook über die Teilnahme der IRIS Naghdi an der Seephase am Dienstag, der Beitrag wurde später gelöscht. Marinequellen bestätigten, dass die Seephase am Donnerstag endete, wobei ausländische Schiffe für Sonntag zur Abreise geplant sind. nnSprecher der Democratic Alliance Chris Hattingh begrüßte die Untersuchung, drängte Motshekga jedoch, das Parlament umgehend zu informieren, und betonte die zivile Kontrolle über das Militär. Er hob die früheren pro-iranischen Äußerungen des SANDF-Chefs Rudzani Maphwanya in Teheran hervor, die die Sache möglicherweise komplizieren. nnDie US-Botschaft in Pretoria äußerte auf X starke Bedenken, bezeichnete Iran als „destabilisierenden Akteur“ und kritisierte die Haltung Südafrikas. US-Senator Jim Risch forderte Maßnahmen gegen Südafrika und warf ihm vor, sich unter dem Deckmantel der Nichteinmischung mit Gegnern zu verbünden.