Knapp zwei Jahre nach der ersten Planung hat Mumbai in Bhoiwada sein erstes Abschiebegefängnis für illegale ausländische Staatsangehörige eröffnet. Die Einrichtung wurde am 26. März in Betrieb genommen und beherbergt derzeit etwa 40 bangladeschische Staatsangehörige, die auf ihre Abschiebung warten.
Die Regierung von Maharashtra genehmigte im Juli 2024 zwei Abschiebezentren für illegale ausländische Staatsangehörige: eine temporäre Einrichtung mit einer Kapazität von 80 Plätzen in Bhoiwada und eine permanente mit 213 Plätzen auf dem Gelände der SRPF in Balegaon bei Navi Mumbai. Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Zentrums in Bhoiwada entstanden durch Uneinigkeiten zwischen verschiedenen Behörden. Das Ministerium für soziale Gerechtigkeit und besondere Unterstützung (SJSA) äußerte Bedenken hinsichtlich der Betreuung ausländischer Staatsangehöriger, während die Polizei anmerkte, dass diese nicht in Strafverfahren beschuldigt seien.
Das SJSA-Ministerium übernahm schließlich die Verantwortung. Ein hochrangiger Beamter erklärte: „Am 26. März wurde die Einrichtung, die fast 80 Personen aufnehmen kann, in Betrieb genommen; sie wurde vom Sozialfürsorgeministerium übernommen, wobei die Maharashtra State Security Force für die Sicherheit innerhalb des Geländes sorgt und ein Polizeibeamter außerhalb des zweistöckigen Gebäudes stationiert ist, das über 20 Zimmer pro Etage mit jeweils zwei Etagenbetten an beiden Seiten verfügt.“
Das Zentrum ist in Bereiche für 60 Männer und 20 Frauen unterteilt und bietet Annehmlichkeiten wie Verpflegung, sanitäre Anlagen und Etagenbetten. Ein Beamter wies jedoch darauf hin, dass der Frauenbereich bereits voll belegt sei, da mehr Frauen inhaftiert wurden als erwartet, was dazu führte, dass einige in Polizeistationen untergebracht werden mussten. „Wir werden das Sozialfürsorgeministerium bitten, die notwendigen Änderungen vorzunehmen“, fügte der Beamte hinzu.
Im Jahr 2025 schob die Polizei zwischen 1.058 und 1.061 bangladeschische Staatsangehörige ab. In diesem Jahr wurden bis Ende März fast 400 Personen inhaftiert, wobei 220 auf das Konto der Polizei von Mumbai gehen und 180 auf andere Einheiten. Der Beamte merkte an, dass die Kapazität zwar manchmal unzureichend sein könne, dies jedoch ausreichen sollte, da die Inhaftierten nur wenige Wochen bis zur Abschiebung blieben. Das Zentrum in Navi Mumbai hat das Ausschreibungsverfahren abgeschlossen, ist aber noch nicht betriebsbereit.