Ein neuer Film, Billy Preston: That’s the Way God Planned It, beleuchtet das Leben des Grammy-prämierten Musikers Billy Preston, von seinen frühen Gospel-Wurzeln bis hin zu Zusammenarbeiten mit Ikonen wie The Beatles. Regie führte Paris Barclay, Produzentin war Stephanie Allain; der Dokumentarfilm hebt Prestons Genie hervor und thematisiert zugleich seine persönlichen Kämpfe mit Sucht, Missbrauch und Glauben. Er läuft derzeit in Kinos in ganz Nordamerika.
Billy Preston: That’s the Way God Planned It verfolgt die Karriere des Musikers, der als Fünfjähriger als Gospel-Wunderkind Mahalia Jackson begleitete und später von Ray Charles und Little Richard betreut wurde. Mit 15 Jahren lernte er auf Tour mit Little Richard The Beatles kennen, was ihm den Spitznamen „Fifth Beatle“ einbrachte und zu Zusammenarbeiten mit Künstlern wie Barbra Streisand, Sly Stone, Aretha Franklin, The Rolling Stones, Eric Clapton, Johnny Cash und Neil Diamond führte. Preston feierte Solowerfolge mit Hits wie „Outa-Space“, „Will It Go Round in Circles“ und „Nothing From Nothing“, wobei letztere beiden Platz 1 der Billboard Hot 100 erreichten. Der Film, inspiriert von einem Buchvorschlag mit dem Titel Round in Circles von Daniel Shaw, geht auch auf Prestons Herausforderungen ein, darunter Sucht, rechtliche Probleme, frühen sexuellen Missbrauch sowie Konflikte bezüglich seiner Sexualität und seines Glaubens, die er vor seinem Tod 2006 noch beilegte. Regisseur Paris Barclay betont Prestons Einfluss: „Wenn man über die Grundlage der Popmusik spricht, dann ist es Black Music. Und Billy zeigt das unglaublich gut. Dank seiner Grundlage im Gospel und der Blues-Tradition konnte er das bei allen möglichen Pop- und Rockmusikern ausbreiten, bis hin zu Rap-Künstlern, die ihn gesampelt haben.“ Produzentin Stephanie Allain ergänzt: „Er konnte sich einfach in jedes Genre einfügen und war, wie Eric Clapton sagt, der Kleber.“ Der Dokumentarfilm enthält berührende Reflexionen, wie die Frage von Gloria Jones: „How did we let this boy get away?“, die Barclay als Ausdruck des Bedauerns unter jenen beschreibt, die Preston liebten. Pastorin Sandra Crouch fragt: „Can you imagine if church was really what it says it is?“, was Spannungen innerhalb der Black Church hervorhebt. Billy Porter bemerkt: „Everybody knows there are queens in the church“, und thematisiert damit Heuchelei. Barclay und Allain näherten sich der Geschichte „durch die Augen der Liebe“ und balancierten Triumphe und Härten. Barclays Lieblingslied von Preston ist „Morning Star“, Allain bevorzugt „I Wrote a Simple Song“ und andere. Der Titel stammt von einem Track, den George Harrison produzierte, und regt zur Reflexion über Prestons Lebensweg an.