Ein neuer schwedischer Bericht hat 70 Spionagefälle in Europa analysiert und persönliche Enttäuschung als Schlüsselfaktor bei der Rekrutierung identifiziert. Der Bericht beschreibt neue Methoden, mit denen ausländische Mächte Individuen über alltägliche Kanäle wie TikTok und Gig-Jobs ansprechen. Forscherin Anna Wagman Kåring warnt vor den erheblichen Schäden, die solcher Spionage entstehen können.
Ein kürzlich erschienener schwedischer Bericht untersucht die Ursachen hinter 70 Spionagefällen in Europa. Er hebt persönliche Enttäuschung als zentrale treibende Kraft für Individuen hervor, die sich fremden Mächten zuwenden. Beispiele sind eine britische Person, die während der Pandemie ins Büro zurückbeordert wurde, ein estnischer Mitarbeiter, der von jüngeren Kollegen überholt wurde, und ein französischer Mann, der degradiert wurde. Der Bericht beleuchtet, wie die Spionage gegen Europa sich entwickelt hat, mit neuen Rekrutierungskanälen wie TikTok, Gig-Jobs und sogar Dachziegeln. Er beschreibt zehn Typen von Spionen und moderne Methoden zur Anwerbung, einschließlich sogenannter »Gig-Spione«. Das Interesse an Schweden hat sich ebenfalls mit diesen Veränderungen verschoben. »Es führt zu sehr, sehr großen Schäden«, sagt Forscherin Anna Wagman Kåring über die Auswirkungen solcher Rekrutierungen. Der Bericht betont die Verbindungen zwischen persönlichen Rückschlägen und Sicherheitsbedrohungen, ohne auf spezifische Akteure zu spekulieren.