Vorwürfe: Foxtrot-Netzwerk bezahlt Angriffe auf Kritiker des iranischen Regimes

Die Polizei vermutet, dass das kriminelle Foxtrot-Netzwerk Attentatspläne gegen Kritiker des iranischen Regimes und israelische Interessen in Schweden in Auftrag gibt, so Quellen gegenüber SVT. Die Aufträge werden demnach über verschlüsselte Apps wie Signal geteilt. Der schwedische Sicherheitsdienst warnt vor Bedrohungen gegen Personen, die als Gefahr für das iranische Regime gelten.

Die Polizei vermutet, dass das Foxtrot-Netzwerk unter der Führung von Rawa Majid Attentatspläne gegen Kritiker des iranischen Regimes und israelische Interessen in Auftrag gibt. Laut SVT wurden diese Aufträge über verschlüsselte Messenger-Dienste wie Signal geteilt. Der schwedische Sicherheitsdienst (Säpo) bestätigt eine Bedrohungslage gegen in Schweden lebende Personen, die als Bedrohung für das Regime wahrgenommen werden, und weist darauf hin, dass Iran kriminelle Netzwerke für solche Zwecke nutzen könnte. (Säpo schreibt an SVT: »Es besteht eine Bedrohung gegen prominente iranische Oppositionsgruppen und Personen in Schweden, die als Bedrohung für das Regime wahrgenommen werden.« Eine Regierungsquelle sagt: »Wir sehen ein Risiko für israelische Interessen und Kritiker des iranischen Regimes. Wir gehen davon aus, dass solche Aufträge jetzt erteilt werden.« Ermittlungen zu Gewaltkommissionen von Foxtrot laufen in der Westregion und Stockholm. Schwedische Behörden haben Informationen erhalten, die einen Angriff auf eine Botschaft in Oslo am Wochenende mit dem Netzwerk in Verbindung bringen; Details werden überprüft. Der Krieg im Iran hat die Warnungen vor Angriffen auf israelische, jüdische und amerikanische Interessen sowie Regimkritiker verschärft. Foxtrot wurde zuvor mit mehreren Angriffen in Verbindung gebracht. Uppdrag granskning deckte letztes Sommer sechs ausgeführte und einen geplanten Angriff auf die Botschaften Israels in Stockholm, Kopenhagen und Brüssel auf, dazu gegen das Rüstungsunternehmen Elbit in Göteborg. Berichte aus Gangmilieus lassen darauf schließen, dass das iranische Regime Rawa Majid unter Druck setzt, um Aktionen gegen israelische und amerikanische Interessen zu koordinieren. TV4 berichtet, dass Foxtrot den Regimkritiker Arvin Khosnood ins Visier genommen hat. Bei einem versuchten Mord in Uddevalla war ein 17-Jähriger im Einsatz, der von Ali Shehab angeworben wurde, einem Verbündeten Majids, der im Dezember letzten Jahres in Irak verhaftet wurde. Derselbe Jugendliche wird verdächtigt, einen Anschlag auf das Leben von Khosnood versucht zu haben, bei dem mehrere Jungen involviert waren. Einer davon wird zudem des Anstifts zur Gefährdung gegen ein schwedisches Rüstungsunternehmen mit Geschäftsbeziehungen zu Israel verdächtigt. Die Nationale Operative Abteilung verfolgt die Entwicklungen, möchte sich aber nicht zu spezifischen Berichten äußern.

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