Nexperia-Chipkrise stört Auto-Zulieferketten erneut

Eine Fabrik im industriellen Süden Chinas ist zu einem globalen Engpass für Automobilchips geworden und stört eine Branche, die nach COVID-19 geschworen hatte, Lieferkettenprobleme zu vermeiden. Die Übernahme von Nexperia durch die niederländische Regierung löste chinesische Vergeltung mit Exportstopps aus. Letzte Woche hat die Niederlande seine Entscheidung rückgängig gemacht und signalisiert mögliche Entlastung.

Der Automobilsektor hatte nach der Störung der Halbleiterproduktion durch COVID-19 im Jahr 2020 und einer Fabrikbrände in Japan, die 2021 die Engpässe verschärfte, versprochen, Lieferketten zu stärken. Doch die Krise im Werk des niederländischen Chip-Herstellers Nexperia in Chinas Dongguan hat eine übersehene Schwachstelle offengelegt: Low-Tech-Chips als Werkzeug in Chinas Spannungen mit dem Westen. Aus dieser Anlage im Perlflussdelta versendet Nexperia Halbleiter, die für Autobremsen und elektrische Fenster essenziell sind und nur Bruchteile eines Cent pro Stück kosten.

Ende September übernahm die niederländische Regierung die in den Niederlanden ansässige Nexperia aus Sorge, dass ihre Technologie beim chinesischen Eigentümer Wingtech landen könnte. Peking reagierte, indem es Exporte von dort verpackten Chips blockierte. „Niemand hat sich auf geopolitische Störungen vorbereitet, und sie sind es immer noch nicht“, sagte Ambrose Conroy, CEO des US-Unternehmens Seraph Consulting, das Automobilhersteller berät.

Der Mangel zwang Nissan und Honda zur Produktionskürzung, während der deutsche Zulieferer Bosch Fabrikbetriebsstunden reduzierte. Letzte Woche zog sich die Niederlande von der Übernahme zurück und deutet eine mögliche Lösung an. Dieser Vorfall unterstreicht anhaltende Risiken in der globalen Chipabhängigkeit.

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