Der Amerikaner Matthew Aaron VanDyke, der letzte Woche gemeinsam mit sechs Ukrainern von Indiens NIA verhaftet wurde, weil er nach einem illegalen Grenzübertritt aus Mizoram angeblich ethnische Milizen in Myanmar ausgebildet haben soll, ist ein Veteran zahlreicher Konflikte. Als Gründer von Sons of Liberty International (SOLI) hat er Kämpfer in Libyen, im Irak, in der Ukraine und anderswo unterstützt und dabei oft christliche Gemeinschaften gegen vermeintliche Unterdrücker zur Seite gestanden.
Letzte Woche verhaftete die National Investigation Agency (NIA) Matthew Aaron VanDyke am Flughafen von Kolkata im Rahmen einer umfassenderen Operation, bei der er und sechs Ukrainer an den Flughäfen von Kolkata, Lucknow und Delhi festgenommen wurden. Ihnen wird vorgeworfen, mit Touristenvisa nach Indien eingereist zu sein, illegal und ohne Genehmigung die Grenze nach Myanmar überquert zu haben und ethnische bewaffnete Gruppen (EAGs) ausgebildet zu haben. (Siehe frühere Berichterstattung zu den Verhaftungen.) Monate zuvor hatte VanDyke einem Geschäftspartner per Textnachricht zu einem Besuch in Myanmar geraten und das Engagement der Kachin- und Chin-Völker für das Christentum inmitten der Kämpfe gegen die 'größtenteils buddhistische Militärjunta' hervorgehoben. Pastor Dr. William Devlin, ein Geschäftspartner, sagte der Hindustan Times, er habe von VanDykes Aktivitäten in Myanmar gewusst und sei von der Verhaftung 'nicht überrascht'. VanDyke gründete 2015 SOLI, eine gemeinnützige Organisation, die laut dem Forscher Pavol Kosnac in Kriegsgebieten agiert und sich zwischen der Rolle einer NGO und eines privaten Militärunternehmens bewegt. Nach seinem Studium an der Georgetown University und dokumentarischen Arbeiten schloss er sich 2011 den libyschen Rebellen gegen Gaddafi an, saß fast sechs Monate im Gefängnis Abu Salim und konnte im August 2011 fliehen. Sein Film 'Point and Shoot' aus dem Jahr 2014 steigerte seinen Bekanntheitsgrad. Im Jahr 2014 bildete SOLI über 300 assyrische Christen für die Nineveh Protection Unit des Iraks gegen den IS aus und lieferte Ausrüstung wie Schutzwesten – allerdings ohne Genehmigung des US-Außenministeriums, was dazu führte, dass einige Ausbilder kündigten. SOLI unterstützte später 2018 die venezolanische Opposition und seit 2022 ukrainische Streitkräfte. Devlin beschreibt VanDyke als jemanden, der gegen unterdrückerische Regime kämpft und sich für den 'Underdog' einsetzt, angetrieben von der Sorge um die Verfolgung von Christen. Die Finanzen von SOLI wiesen 2024 ein Defizit auf (62.000 US-Dollar Einnahmen gegenüber 104.000 US-Dollar Ausgaben). Kosnac fand keine Verbindungen zur US-Regierung und stufte die Operationen als 'Grauzone' ein. Das US-Außenministerium ist über die Verhaftung informiert, gab jedoch keinen weiteren Kommentar ab.