Ein persönlicher Bericht eines ehemaligen Läufers unterstreicht, wie Langlauf die menschlichen aeroben Grenzen über typische Ausdauersportarten hinaus treibt. Elite-Nordic-Skifahrer erreichen routinemäßig VO2-max-Werte in den 80ern und 90ern, weit über den Durchschnitt in anderen Disziplinen. Dieser physiologische Vorteil resultiert aus den fordernden Ganzkörperanstrengungen des Sports über abwechslungsreiches Gelände.
VO2 max, oder maximale Sauerstoffaufnahme, misst die Höchstmenge an Sauerstoff, die der Körper während intensiver Belastung nutzen kann, und umfasst Lunge, Herz, Blut und Muskeln. Beim Langlauf nähern sich die Athleten ständig dieser Grenze bei Wettkämpfen von Sprints bis zu 50-km-Rennen auf anspruchsvollen, oft hochgelegenen und kalten Strecken. Der Sport erfordert gleichzeitige Ober- und Unterkörperanstrengung, wie Doppelstocken und Skating bergauf, was zu außergewöhnlichen Anpassungen führt wie erhöhtes Herzschlagvolumen, erweiterte Kapillaren und mehr Mitochondrien in den Muskeln. Zum Kontext: Durchschnittliche Erwachsene weisen 30 bis 45 ml/kg/min auf, Freizeit-Ausdauersportler 45 bis 60, wettkampforientierte Distanzläufer 60 bis 75. Elite-Männer im Nordic Skiing erreichen oft 80 bis 95 oder mehr, Frauen 70 bis 85. Athleten wie Klæbo und Johaug verkörpern dies in einer Disziplin, die außergewöhnliche aerobe Kapazität auswählt und durch jahrelanges hartes Training verstärkt. VO2 max allein bestimmt jedoch nicht die Ergebnisse. Wie der Bericht notiert, setzt es eine Leistungsobergrenze, während Faktoren wie Laktatschwelle, Skieffizienz und Renntaktik entscheidend sind. Zwei Athleten mit gleichem VO2 max können stark variieren; effizientes Gleiten spart Energie und häuft Vorteile über lange Distanzen an. Training zur Verbesserung von VO2 max umfasst Intervalle, aerobe Einheiten, Krafttraining und Höhenexposition, mit den größten Zuwächsen früh in der Karriere aufgrund genetischer Grenzen. Eine tragische Erinnerung war der Tod des norwegischen Biathleten Sivert Guttorm Bakken bei den Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2026. Er soll eine Höhen-Simulationsmaske verwendet haben, doch die Behörden fanden keinen eindeutigen Zusammenhang mit dem Gerät. Der Vorfall unterstreicht die Extreme, die einige für minimale Gewinne riskieren. Rückblickend auf einen persönlichen VO2 max von 65 ml/kg/min aus Läuferzeiten fand der Autor die Elitewerte im Skilauf demütigend und schätzte die einzigartige Brutalität der Sportart.