Nordkorea hat am Freitag eine vermutete Kurzstrecken-Ballistikrakete in Richtung Ostsee abgefeuert. Diese Maßnahme scheint auf die neuesten US-Sanktionen gegen Pjöngjang zu reagieren. Der südkoreanische Generalstab der Vereinten Streitkräfte entdeckte den Start in der Nähe des Kreises Taegwan in der Provinz Nord-Pyongan.
Der südkoreanische Generalstab der Vereinten Streitkräfte (JCS) entdeckte den Start einer vermuteten Kurzstrecken-Ballistikrakete in der Nähe des Kreises Taegwan in der Provinz Nord-Pyongan um 12:35 Uhr am 7. November 2025. Die Rakete flog etwa 700 Kilometer, bevor sie in der Ostsee einschlug, wobei weitere Analysen zusammen mit den USA durchgeführt werden, um ihre Spezifikationen zu bestimmen.
Südkoreanische und US-amerikanische Geheimdienste hatten Anzeichen für Vorbereitungen zu einem nordkoreanischen Raketenstart im Voraus entdeckt und die Situation eng überwacht, wobei relevante Informationen mit den USA und Japan geteilt wurden. Der JCS erklärte, dass er die Überwachung gegen mögliche weitere Starts verstärkt habe, während er eine vollständig vorbereite Bereitschaftshaltung aufrechterhält.
Dieser Start markiert den sechsten Ballistikraketentest Nordkoreas in diesem Jahr und den zweiten seit dem Amtsantritt von Präsident Lee Jae Myung im Juni. Der vorherige Abschuss ereignete sich am 22. Oktober, vor dem Asien-Pazifik-Wirtschaftskooperationsgipfel Südkoreas und dem Besuch des US-Präsidenten Donald Trump.
Die Aktion folgte der Verurteilung Nordkoreas zu den neuesten US-Sanktionen gegen acht nordkoreanische Personen und zwei Einrichtungen im Zusammenhang mit Geldwäsche durch Cyberkriminalität. Pjöngjang bezeichnete die Maßnahmen als Bestätigung der feindseligen Politik Washingtons und gelobte, angemessene Schritte mit Geduld zu ergreifen. Trotz des ausdrücklichen Wunsches von Präsident Trump, den nordkoreanischen Führer Kim Jong-un zu treffen, um die stockende Diplomatie wieder aufzunehmen, kündigte das US-Außenministerium diese Woche an, UN-Sanktionen gegen sieben Schiffe zu verfolgen, die beschuldigt werden, nordkoreanische Kohle und Eisenerz illegal nach China zu exportieren.