Das Verteidigungsministerium Südkoreas hat den Start einer Kurzstreckenrakete durch Nordkorea am 8. November scharf verurteilt und Pyongyang aufgefordert, sofort mit Handlungen aufzuhören, die die Spannungen auf der Halbinsel verschärfen. Der Start erfolgte einen Tag nach der Warnung Nordkoreas vor Maßnahmen gegen jüngste US-Sanktionen. Die US-Streitkräfte in Korea bestätigten den Vorfall und betonten ihre Bereitschaft, Verbündete zu verteidigen.
Nordkorea hat am Freitag Ortszeit eine vermutete Kurzstreckenrakete in Richtung Ostsee abgefeuert. Die Aktion erfolgte einen Tag nach der Warnung Pyongyangs vor „angemessenen Maßnahmen“ gegen die neuesten US-Sanktionen gegen das Regime, was Bedenken hinsichtlich einer Eskalation der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel aufkommen lässt.
Das Verteidigungsministerium Südkoreas veröffentlichte am Samstag eine Erklärung, in der es hieß: „Die südkoreanischen Streitkräfte verurteilen den jüngsten Raketenstart des Nordens aufs Schärfste und äußern tiefe Bedauern über die Erklärung des Nordens, die die jährlichen Übungen und Konferenzen zwischen Südkorea und den USA verurteilt.“ Es forderte Nordkorea auf, „sofort“ alle Handlungen einzustellen, die die Spannungen zwischen den beiden Koreas erhöhen.
In einer separaten Erklärung erklärte die US Forces Korea (USFK), sie sei „von dem Raketenstart des Nordens und seinem Streben nach Langstreckenraketenfähigkeiten in Kenntnis gesetzt.“ „Wir beraten uns eng mit der Republik Korea. Unser Fokus liegt auf der Aufrechterhaltung der Bereitschaft, die erforderlich ist, um das US-Heimland und unsere Verbündeten in der Region zu verteidigen“, fügte die USFK hinzu.
Der nordkoreanische Verteidigungsminister No Kwang-chol verurteilte derweil die jährlichen Sicherheitsgespräche zwischen Südkorea und den USA als „absichtliche“ Äußerung der „feindseligen“ Natur der Verbündeten gegenüber seinem Land und gelobte, „offensivere“ Maßnahmen gegen Bedrohungen durch den Feind zu ergreifen. Nos Äußerungen folgten dem Sicherheitskonsultationskomitee (SCM), das am Dienstag in Seoul abgehalten wurde, wo die Verteidigungsminister Südkoreas und der USA zentrale Themen der Allianz und Verteidigung besprachen.
Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen in den Beziehungen zwischen den beiden Koreas und die Dynamiken der US-Südkorea-Allianz.