Nordkorea verurteilte am Donnerstag US-Sanktionen im Zusammenhang mit Geldwäsche, die mit Cyberkriminalität in Verbindung steht, und gelobte eine entsprechende Reaktion. Die Reaktion folgte auf die Verhängung von Sanktionen durch die USA gegen acht nordkoreanische Individuen und zwei Einrichtungen. Trotz des Wunsches von US-Präsident Donald Trump, den nordkoreanischen Führer Kim Jong-un zu treffen, hat Pyongyang nicht auf den Vorschlag reagiert.
Nordkorea verurteilte am 6. November 2025 (Donnerstag) die neuesten US-Sanktionen gegen Pyongyang auf das Schärfste und versprach eine adäquate Antwort. Die USA hatten am Dienstag, dem 4. November, Sanktionen gegen acht nordkoreanische Individuen und zwei Einrichtungen angekündigt, die an der Geldwäsche von durch illegale Cyberaktivitäten gestohlenen Geldern beteiligt waren.
Kim Un-chol, Vize-Außenminister Nordkoreas für US-Angelegenheiten, erklärte, dass die Sanktionen die feindselige Politik Washingtons gegenüber dem Norden offenbare. In einer Erklärung, die von der Korean Central News Agency (KCNA) übermittelt wurde, sagte er: "Solange die aktuelle US-Regierung ihre Haltung eingenommen hat, uns bis zum Ende feindlich gegenüberzutreten, werden wir auch mit Geduld und in entsprechender Weise auf sie reagieren." Nordkorea verurteilte die USA wegen ihrer "bösartigen Natur" und warnte, dass Taktiken des Drucks, der Beschwichtigung und der Bedrohungen gegen es nicht funktionieren würden.
Die Sanktionen wurden verhängt, obwohl US-Präsident Donald Trump während seiner jüngsten Reise nach Südkorea zur Asien-Pazifik-Wirtschaftskooperation (APEC)-Gipfel Bereitschaft signalisiert hatte, den nordkoreanischen Führer Kim Jong-un zu treffen, um die stockende Diplomatie wiederzubeleben. Pyongyang hat jedoch nicht auf Trumps Vorschlag reagiert.
Früher in der Woche forderte das US-Außenministerium UN-Sanktionen gegen sieben Schiffe, die beschuldigt werden, nordkoreanische Kohle und Eisenerz illegal nach China exportiert zu haben, was gegen UN-Sicherheitsratsresolutionen zu den nordkoreanischen Nuklear- und Raketenprogrammen verstößt.
Der südkoreanische National Intelligence Service (NIS) berichtete von Anzeichen, dass Nordkorea sich auf ein mögliches US-Treffen im Rahmen des APEC-Treffens der vergangenen Woche vorbereitet habe. Die Behörde schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Gipfels zwischen Nordkorea und den USA irgendwann nach dem jährlichen gemeinsamen Militärmanöver zwischen Südkorea und den USA im März nächsten Jahres als hoch ein.