Norwegens Jens Luraas Oftebro holte Gold in der Herren-Normalschanze/10 km Nordischen Kombination bei den Olympischen Winterspielen 2026, trotz matschiger Bedingungen und eines Zwischenfalls im Rennen. Österreichs Johannes Lamparter gewann Silber, Finlands Eero Hirvonen Bronze – die ersten Medaillen der Disziplin bei den Spielen. Das Event unterstreicht anhaltende Bedenken zur olympischen Zukunft der Sportart inmitten geringer Teilnahme und fehlendem Damenwettbewerb.
Das Herren-Normalschanzen/10 km Nordische-Kombination-Event fand am 11. Februar 2026 im Tesero Cross-Country Skiing Stadium in Val di Fiemme, Italien, statt. Die Kombination aus Skispringen und einem 10-km-Langlauf-Rennen starteten die Athleten im Verfolgungsrennen basierend auf ihren Sprungleistungen. Estlands Kristjan Ilves führte nach dem Sprung mit 15 Sekunden Vorsprung, doch Oftebro, der 28 Sekunden zurückliegend startete, überholte im Rennen in der Schlussphase und gewann mit 4,5 Sekunden vor Lamparter. Hirvonen aus Finnland startete einen späten Angriff auf Bronze, sein erstes Podium seit acht Jahren auf diesem Niveau. Lamparter merkte an, dass die knappen Sprungergebnisse ein hartes Rennen ergaben: „Es war ein sehr hartes Rennen – wie eine Selektion – aber der Beste siegte am Ende.“ Schwierige Bedingungen quälten das Rennen, warmes Wetter verwandelte den Schnee in Matsch, was die Läufer auf Anstiegen bremste. Oftebro klemmte seinen rechten Ski unter einem Holzzaun bei einer steilen Auffahrt und hielt kurz inne, um ihn zu befreien. „Mein Gedanke war nur, hoffentlich sind die Skier nicht gebrochen“, sagte Oftebro. „Es lief wirklich gut, es war ein typischer Rennvorfall, aber natürlich nervenaufreibend.“ Nur 36 Athleten nahmen teil, weniger als die 55 in Peking 2022, was die Herausforderungen der Sportart unterstreicht. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) prüft die Zukunft der Nordischen Kombination wegen geringer Zuschauerzahlen und Teilnahme beschränkt auf wenige Nationen wie Norwegen, Deutschland, Japan und Österreich. Proteste für die Aufnahme von Frauen dauern an, FIS-Präsident Johan Eliasch gelobt, für die Disziplin zu kämpfen, und betont: „Es gibt kein Szenario, in dem Frauen nicht in der Nordischen Kombination sein werden.“ Die Zuschauerzahl in Tesero war deutlich niedriger als bei anderen Events, was potenziell Risiken für den olympischen Status der Sportart nach 2026 signalisiert.