Das Octavo Juzgado de Garantía de Santiago verurteilte den Stadtrat Andrés Argandoña zu einer 85-tägigen Suspendierung vom öffentlichen Amt sowie weiteren Strafen aufgrund von Beiträgen, die den Ruf von Bürgermeister Sebastián Sichel schädigten.
Das Gericht verkündete das Urteil am Mittwoch, dem 10. Juni 2026. Argandoña von der Partei Frente Amplio wurde wegen Verleumdung verurteilt, nachdem er im Oktober 2025 in sozialen Medien die Vergabe von Wettbewerbsmitteln durch die Gemeinde Ñuñoa in Frage gestellt hatte. Die ursprüngliche Haftstrafe von 85 Tagen wurde durch eine einjährige Bewährungsauflage mit regelmäßigen Meldepflichten beim Centro de Reinserción Social de José Domingo Cañas ersetzt. Zudem muss er eine Geldstrafe von 11 UTM sowie die Gerichtskosten zahlen. Bürgermeister Sebastián Sichel begrüßte das Urteil und erklärte: „Es darf in Chile nicht kostenlos sein, dass jemand die Ehre einer anderen Person verletzt oder deren Diskreditierung als Mittel der Politik nutzt.“ Stadtrat Argandoña teilte mit, dass seine Anwälte das Urteil prüfen und dass er lediglich seine Aufsichtsfunktion ausgeübt habe.