Ein Militärpolizist außer Dienst erschoss am Samstag (28. März) den 58-jährigen Geschäftsmann Celso Bortolatto de Castro bei einem versuchten Überfall im Stadtteil Butantã in der Westzone von São Paulo. Die Ehefrau des Opfers gab an, der Beamte habe ihren Mann für einen der Räuber gehalten. Einer der Angreifer kam bei dem Schusswechsel ebenfalls ums Leben.
Der Geschäftsmann Celso Bortolatto de Castro und seine Ehefrau Rosmary Javelberg (65) kehrten von einem Motorradausflug nach São Roque zurück, als sie am Samstag (28. März) gegen 15 Uhr an der Ecke der Straßen Dráusio und Sapetuba in Butantã von zwei Tätern auf einem Motorrad bedrängt wurden. Laut Rosmary versuchte Castro zu fliehen, fiel vom Motorrad und kehrte zurück, um sich dem Räuber entgegenzustellen, der versuchte, das Motorrad aufzuheben, wobei er sagte: "Du wirst das Motorrad nicht hochheben können."
Rosmary rannte davon und sah beim Zurückblicken, wie sich der außer Dienst stehende Polizist Ítalo Feitoza Hattori (27) näherte und ihrem Mann in den Rücken, den Nacken und erneut in den Rücken schoss, was zum sofortigen Tod führte. Überrascht durch den Ausruf der Ehefrau – "Sie haben meinen Mann erschossen!" – feuerte der Polizist anschließend auf den Angreifer Gabriel Farias Luiz (28), der auf dem Motorrad flüchtete, und traf ihn zweimal im Oberkörper sowie einmal im Arm. Luiz verstarb kurz darauf.
Hattori wurde wegen fahrlässiger Tötung auf frischer Tat festgenommen, jedoch nach Zahlung einer Kaution in Höhe von 3.000 R$ wieder freigelassen. Während der Befragung machte er von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Die Dienstpistole im Kaliber .40 wurde beschlagnahmt; der Fall wird derzeit vom DHPP untersucht.
Das Ministerium für öffentliche Sicherheit erklärte, dass Todesfälle durch Polizeieinsätze rigoros durch interne Ermittlungsstellen, die Staatsanwaltschaft und die Justiz untersucht werden. Die Militärpolizei betonte, sie sei eine "gesetzestreue Institution", die strikt gegen Fehlverhalten ihrer Mitglieder vorgehe. Ein Angreifer konnte fliehen und ist weiterhin auf der Flucht.