Das Militärgericht von São Paulo hat den Obersten Gerichtshof Brasiliens (STJ) um die Klärung eines Zuständigkeitskonflikts im Fall des Oberstleutnants Geraldo Leite Rosa Neto ersucht, der verdächtigt wird, seine Ehefrau, die Korporal der Militärpolizei Gisele Alves Santana, ermordet zu haben. Der tödliche Schuss fiel am 8. Februar in einer Wohnung im Stadtteil Brás im Osten von São Paulo. Mit diesem Schritt sollen künftige Nichtigerklärungen des Verfahrens vermieden werden.
Das Militärgericht von São Paulo hat beim STJ einen Zuständigkeitskonflikt eröffnet, um zu klären, ob sich Oberstleutnant Geraldo Leite Rosa Neto vor diesem oder vor einem ordentlichen Gericht verantworten muss. Ihm wird vorgeworfen, Korporal Gisele Alves Santana am 8. Februar in der gemeinsamen Wohnung in Brás durch einen Kopfschuss getötet zu haben.
Rosa Neto behauptete, es habe sich um einen Selbstmord gehandelt, doch forensische Analysen schlossen dies aus. Abgefangene Nachrichten zeigten, dass er von seiner Frau Unterordnung forderte und sie ihre Trennungsabsichten äußerte. Die Familie bestritt die anfängliche Darstellung und wies auf Konflikte in der Beziehung hin. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen Mordes, was vom Militärgericht akzeptiert wurde, welches ihn damit zum Angeklagten machte und in Untersuchungshaft behielt.
Die Verteidigung unter der Leitung von Eugênio Malavasi plädiert für eine Verhandlung vor einem ordentlichen Gericht mit Geschworenenverfahren und beteuert die Unschuld des Militärangehörigen. „Wir erwarten eine Entscheidung im Lichte der Verfassung“, erklärte der Anwalt.
Der Antrag auf Klärung wurde am 8. des letzten Monats eingereicht und am 10. April an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Ein Verhandlungstermin am STJ steht noch nicht fest, das Verfahren zielt jedoch auf eine zügige Klärung ab, um den Hauptprozess zu sichern.