Ölpreis steigt aufgrund von Spannungen zwischen USA und Iran

Die Ölpreise verzeichneten ihren größten Tageszuwachs seit Oktober, getrieben durch Bedenken vor einem potenziellen neuen Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Brent-Rohöl überschritt 71 US-Dollar pro Barrel nach einem Anstieg von 4,3 Prozent, während West Texas Intermediate über 66 US-Dollar notierte. Analysten warnen, dass der US-Militäraufbau in der Region das Fenster für eine diplomatische Einigung schließen könnte.

Der Ölmarkt erlebte am Mittwoch einen starken Rückgang, wobei Brent-Rohöl nach einem Anstieg von 4,3 Prozent über 71 US-Dollar pro Barrel stieg und West Texas Intermediate über 66 US-Dollar. Dieser Anstieg, der größte seit Oktober, resultiert aus Ängsten, dass die Vereinigten Staaten und der Iran sich einem neuen Zusammenstoß im Nahen Osten nähern. Axios berichtete, dass eine US-Militäroperation in der Region bald beginnen könnte, wobei die israelische Regierung auf einen Regimewechsel in der Islamischen Republik drängt. Der Leiter der UN-Kernwaffenkontrollbehörde erklärte, dass der US-Militäreinsatz das Fenster für einen diplomatischen Deal zu Irans atomaren Aktivitäten schließen könnte. Die Behörde hat konkrete Vorschläge mit Teheran besprochen, um von Israel und den USA letztes Jahr bombardierte Stätten zu inspizieren. Ein Krieg in der Region würde die Versorgung bedrohen, da sie etwa ein Drittel des weltweiten Öls produziert. Präsident Donald Trump steht vor der Herausforderung steigender Benzinpreise vor den Zwischenwahlen, was Wähler verärgern könnte. Analysten von RBC Capital Markets, darunter Helima Croft, schrieben in einem Bericht: „Das Fehlen einer Lösung in den Kernbereichen der Streitigkeiten neigt die Waage weiter zu einer weiteren militärischen Konfrontation.“ Sie fügten hinzu: „Der massive Aufbau US-militärischer Ressourcen in der Region sowie Irans kürzliche Marineübung in der Straße von Hormus deuten darauf hin, dass die Abfolge für die Initiierung eines zweiten militärischen Konflikts begonnen hat.“ Die Gespräche bleiben ergebnislos: Teheran behauptet, ein „allgemeines Abkommen“ mit Washington über ein mögliches Nuklearabkommen erreicht zu haben, doch ein US-Beamter sagte, iranische Verhandler würden in zwei Wochen mit einem neuen Vorschlag nach Genf zurückkehren. Zudem kündigten die USA Visabeschränkungen für iranische Beamte und Führungskräfte wegen einer jüngsten Unterdrückung von Protesten an. Im Optionsmarkt unterstreichen bullische Wetten das Risiko, mit Call-Optionen auf Brent bei 100 US-Dollar für Juni, die am Mittwoch 10 Millionen Barrel entsprachen.

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