Neu gekürte Olympiasiegerinnen Anna-Odine Stroem aus Norwegen und Nika Prevc aus Slowenien stehen an der Spitze des Damen-Skispring-Weltcups in Hinzenbach, Österreich, nach den Milano Cortina 2026-Winterolympischen Spielen. Das Event präsentiert weitere Olympiamedailistinnen auf der Normalschanze, wo Prevc ihren Titel vom Vorjahr verteidigt. Starke Kandidatinnen aus dem Gastgeberland Österreich wollen die Führenden herausfordern.
Der Weltcup in Hinzenbach markiert die Wiederaufnahme des FIS-Skispring-Kalenders nach den Milano Cortina 2026-Winterolympischen Spielen und lockt Topathletinnen zur österreichischen Schanze. Anna-Odine Stroem, die Geschichte schrieb als erste Frau mit Doppelsieg im Einzel auf Normal- und Großschanze, führt die norwegische Truppe an. Ihre Teamkollegin Eirin Maria Kvandal, mit Einzel- und Team-Silber bei Olympia, kommt in Form nach Siegen bei den zwei letzten Weltcups in Willingen, Deutschland. Nika Prevc tritt als Titelverteidigerin auf der Normalschanze an, frisch vom Sieg bei den slowenischen Meisterschaften am Mittwoch. Bei Olympia holte sie Einzel-Silber und -Bronze sowie Gold im Mixed-Team. Zurückblickend sagte Prevc: „Ich habe viel gelernt, es war eine Achterbahn der Gefühle, aber die Achterbahn ist nie abgestürzt!“ Sie führt das Gesamtweltcup mit fast 500 Punkten bei neun Events Rest. Ein Sieg in Hinzenbach könnte sie für den dritten Kristallglobus positionieren, ein Doppelsieg würde den Saisonrekord von 15 Siegen angleichen, aufgestellt von Sara Takanashi 2013/14 und Prevc selbst letztes Jahr. Der Ort hat besondere Erinnerungen für Prevc, die dort 2023 mit 17 Jahren ihren ersten Weltcup-Podium holte. Stroem will Peking-2022-Olympiasiegerin Ursa Bogataj nachfolgen, die ihren ersten Post-Games-Weltcup gewann. Die japanische Olympiamedailistin Nozomi Maruyama ist am Start. Aus dem Gastgeberland will Lisa Eder den Abstand zu Maruyama im Globus-Rennen verringern; Eder erzielte ihren ersten Einzel-Podiumsplatz in Hinzenbach 2022 und hat zwei Zweite in Villach diese Saison. Die österreichische Springerin Julia Muehlbacher äußerte Begeisterung für das Heim-Event: „Heim-Weltcups sind für uns immer sehr wichtig und etwas Besonderes. Mit Hinzenbach und Villach haben wir zwei kleine Schanzen im Kalender, wo wir wissen, dass wir gut springen und gefährlich für die Konkurrenz sein können.“ Sie fügte hinzu: „Ich kenne Hinzenbach sehr gut. Wir waren als Kinder oft dort. Es ist eine tolle Anlage... Die Schanze ist sehr klein, daher ist es wichtig, sauber von oben nach unten zu fahren.“