Am zweiten Tag der indischen Parlaments-Wintersitzung 2025 protestierten Oppositionsführer gegen die Special Intensive Revision der Wählerlisten. Finanzministerin Nirmala Sitharaman wird den Central Excise Amendment Bill zur Abstimmung einbringen, inmitten anhaltender Forderungen nach Debatte. Die Sitzung, die kürzeste seit 1952, war von Störungen und Abgängen wegen zentraler Themen geprägt.
Die Wintersitzung des Parlaments, die am 1. Dezember 2025 begann, trat in ihren zweiten Tag ein, inmitten gesteigerter Spannungen zwischen Regierung und Opposition. Oppositionsparteien, die in ihrer Forderung nach einer Diskussion über die Special Intensive Revision (SIR) der Wählerlisten in neun Bundesstaaten und drei Unionsterritorien vereint waren, führten Proteste auf dem Parlamentsgelände durch. Führer wie die Kongress-Abgeordnete Sonia Gandhi und Oppositionsführer im Rajya Sabha Mallikarjun Kharge schlossen sich der Demonstration an und hoben Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Revision auf Wähler hervor.
Am ersten Tag kam es zu wiederholten Unterbrechungen im Lok Sabha und einem Oppositions-Abgang aus dem Rajya Sabha, da Abgeordnete darauf bestanden, über SIR neben Themen wie der jüngsten Explosion in Delhi, Luftverschmutzung und Außenpolitik zu debattieren. Die Regierung erklärte, nicht gegen Diskussionen zu sein, verweigerte aber ein festes Zeitfenster. Im Lok Sabha brachte Finanzministerin Nirmala Sitharaman zwei Gesetzesvorlagen ein, die Abgaben auf Lasterwaren wie Tabak und Pan Masala umwidmen. Mitten in den Störungen verabschiedete das Haus auch ein Gesetz, das eine Verordnung zu GST-Reformen in Manipur ersetzt.
Der 2. Dezember bringt weitere legislative Maßnahmen, wobei Sitharaman den Central Excise (Amendment) Bill 2025 im Lok Sabha zur Beratung und Abstimmung einbringen soll. Die Sitzung mit nur 15 Sitzungen – der kürzeste seit 1952 – umfasst 13 Gesetzesvorlagen und zieht Kritik von Oppositionellen auf sich. CPI(M)-Rajya-Sabha-Abgeordneter John Brittas merkte an, dass Sitzungen von über 150 Tagen jährlich in den 1950er Jahren auf rund 50 heute geschrumpft sind, wobei 75 % der Zeit der Regierungsagenda gewidmet werden. Er forderte die Wiederherstellung von Oppositionsraum, einschließlich Kurzdebatten zu Wahlreformen, falls SIR tabu ist.
Auf die Vorwürfe von Premierminister Narendra Modi, die Proteste seien Show, reagierte Kongressführerin Priyanka Gandhi Vadra außerhalb des Parlaments: „Wozu dient das Parlament? Es ist keine Show. Über Themen sprechen und sie ansprechen ist keine Show. Show ist die Verweigerung von Diskussionen und das Fehlen demokratischer Debatten zu öffentlichen Belangen.“ Dies ist die erste Sitzung unter dem neuen Rajya-Sabha-Vorsitzenden C.P. Radhakrishnan, den Oppositionsabgeordnete begrüßten und zur gleichen Behandlung aller Seiten aufforderten.