Die Kommission zur Beschleunigung der Polri-Reform hat Präsident Prabowo Subianto im Istana Merdeka in Jakarta ihren siebenbändigen Bericht vorgelegt. Dieser enthält sechs zentrale Empfehlungen für eine Reform der indonesischen Polizei (Polri), darunter eine Überarbeitung des Polri-Gesetzes. Der Präsident stimmte einer Stärkung der Kompolnas sowie einer Begrenzung von Polri-Positionen außerhalb der Institution zu.
Die Kommission zur Beschleunigung der Polri-Reform (KPRP) hat am Dienstag, den 5. Mai 2026, im Präsidentenpalast in Jakarta ihre Arbeitsergebnisse an Präsident Prabowo Subianto übergeben. Der Bericht umfasst sieben Bände mit insgesamt rund 3.000 Seiten, die der Präsident bereits gesichtet hat. Kommissionsmitglied Yusril Ihza Mahendra erklärte: „Wir haben dem Präsidenten tatsächlich sieben Bände mit etwa 3.000 Seiten überreicht.“
Der Bericht enthält sechs Hauptempfehlungen. Unter anderem soll die Polri weiterhin direkt dem Präsidenten unterstellt bleiben, ohne die Schaffung eines neuen Ministeriums, wobei das Mandat der Kompolnas als externe Aufsichtsinstanz gestärkt wird. Der Vorsitzende der Kommission, Jimly Asshiddiqie, sagte, der Präsident habe der Stärkung der Kompolnas zugestimmt, damit deren Entscheidungen bindend werden und die Unabhängigkeit der Mitgliedschaft gesetzlich verankert wird.
Zu den weiteren Empfehlungen gehört die Begrenzung von Positionen für Polri-Mitglieder außerhalb der Institution, ähnlich wie es im TNI-Gesetz geregelt ist, sowie die Abschaffung spezieller Rekrutierungsquoten, die mit Zahlungen verbunden sind. Jimly erklärte: „Bezüglich der Regelung zur Einschränkung der Dienstposten, die von Polri-Mitgliedern außerhalb der Polizeistruktur besetzt werden können, wurde vom Präsidenten beschlossen, dass dies limitativ festgelegt werden muss.“ Der ehemalige stellvertretende Polizeichef Ahmad Dofiri ergänzte, dass an der Rekrutierung künftig verschiedene Interessenvertreter außerhalb der Polri beteiligt sein werden.
Die Kommission empfahl die Überarbeitung des Polri-Gesetzes als rechtlichen Rahmen, gefolgt von Regierungsverordnungen, Präsidialverordnungen und Anweisungen an den nationalen Polizeichef. Die Aufgaben der Kommission endeten offiziell mit der Übergabe des Berichts, der innerhalb von drei Monaten fertiggestellt wurde.