Nachdem die Korruptionsbekämpfungskommission (KPK) den Verdächtigen im Hajj-Kontingent-Korruptionsfall, Yaqut Cholil Qoumas, am 19. März 2026 vorübergehend in den Hausarrest entlassen hatte, hat die Antikorruptionsgruppe Masyarakat Antikorupsi Indonesia (MAKI) die Komisi III des DPR RI aufgefordert, einen Arbeitsausschuss zur Untersuchung dieser Entscheidung einzusetzen. Die KPK begrüßte die Prüfung, wies jedoch jeglichen externen Einfluss zurück und bestätigte, dass Yaqut wieder in Untersuchungshaft sitzt.
Die Masyarakat Antikorupsi Indonesia (MAKI) reichte am 25. März 2026 einen Antrag bei der Komisi III des DPR RI ein, einen Arbeitsausschuss (Panitia Kerja, Panja) zu bilden, um die Entscheidung der KPK zu untersuchen, den Hajj-Kontingent-Verdächtigen Yaqut Cholil Qoumas über das Fest Eid al-Fitr in den Hausarrest zu entlassen. Der Koordinator von MAKI, Boyamin Saiman, forderte trotz der Rückkehr Yaquts in die Haft mehr Transparenz und verwies auf intransparente Prozesse sowie mögliche externe Einflussnahme, ein Punkt, den auch Prof. Mahfud MD in sozialen Medien hervorgehoben hatte. MAKI kontaktierte zudem am 24. März den Aufsichtsrat (Dewan Pengawas) der KPK bezüglich möglicher ethischer Verstöße der KPK-Führung. Das Thema kam auf, nachdem Silvia Harefa am 21. März über die Abwesenheit Yaquts aus der Haft berichtet hatte. Der stellvertretende KPK-Vollzugsleiter Asep Guntur Rahayu reagierte am 26. März im Gedung Merah Putih der KPK in Jakarta positiv: 'Wir begrüßen dies und danken MAKI sowie der Öffentlichkeit.' Er wies Behauptungen über eine Einflussnahme zurück und erklärte, dass die Entscheidung der kollektiven Führung sowohl die öffentliche Reaktion als auch Yaquts Gesundheitszustand, einschließlich akuter GERD und Asthma, berücksichtigt habe.