Bericht zeigt: Sechs von zehn Kindern können trotz Schulbesuch nicht lesen

Ein neuer Bericht zeigt, dass sechs von zehn Kindern weltweit keine einfachen Sätze lesen oder grundlegende Matheaufgaben lösen können, obwohl ein Drittel derzeit in der Schule ist. Dies wirft große Bedenken hinsichtlich der Bildungsqualität in vielen armen Ländern auf. Kenia führt seine ostafrikanischen Nachbarn in Mathematikkompetenzen an.

Das People’s Action for Learning (PAL) Network hat einen Bericht veröffentlicht, der Lernleistungen von 89.870 Kindern im Alter von 5 bis 16 Jahren in 12 Ländern bewertet. Die Studie in Kenia fand in der ersten Woche des Januars und der zweiten Woche des August statt und umfasste 6.669 Kinder und 4.459 Familien. Die teilnehmenden Länder sind Kenia, Tansania, Uganda, Senegal, Mali, Mosambik, Botswana, Bangladesch, Pakistan, Nepal, Mexiko und Nicaragua.

Der Bericht hebt hervor, dass Schulumtritt allein kein echtes Lernen garantiert. In Kenia erreichen 43 % der 10-Jährigen die Mindestkompetenzstufen (MPL) in Mathematik, im Vergleich zu 33 % in Tansania und 4 % in Uganda. MPL umfasst grundlegende Leseverständnisse und Mathematikfähigkeiten wie das Vervollständigen von Zahlen bis 100 und einfache Rechenoperationen.

Kenia zeigt Fortschritte, hinkt aber Ländern wie Mexiko, Nicaragua und Pakistan hinterher. Über 80 % der kenianischen Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren besuchen öffentliche Schulen, 16 % Privatschulen und weniger als 2 % sind schulpflichtfrei. Kenia hat den kleinsten Anteil an Kindern außerhalb des Schulsystems weltweit.

Martin Kungania, Direktor des Bildungsministeriums, erklärte: „Es besteht die Notwendigkeit, Lehrmaterialien in unseren Schulen neu zu bewerten, um sicherzustellen, dass sie mit dem Mathematiklehrplan in unseren Klassenzimmern übereinstimmen.“ Der Bericht unterstreicht anhaltende Herausforderungen wie Lehrermangel und fehlende Lernmaterialien.

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