Europas größter Softwarekonzern SAP hat im ersten Quartal 2026 ein Umsatzwachstum von sechs Prozent auf 9,6 Milliarden Euro gemeldet, getrieben durch Cloudsoftware-Erlöse. Konzernchef Christian Klein hob die Dynamik bei Künstlicher Intelligenz hervor. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen jedoch nur moderates Wachstum.
SAP teilte nach Börsenschluss in den USA aus Walldorf die Quartalszahlen mit. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um sechs Prozent auf knapp 9,6 Milliarden Euro. Cloudsoftware-Erlöse wuchsen um 19 Prozent, der current cloud backlog (CCB) um 20 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro Ende März. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 17 Prozent auf fast 2,9 Milliarden Euro, der Nettogewinn um acht Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.
Treiber war die Nachfrage nach KI-gestützten Lösungen bei Unternehmenskunden, wie CEO Christian Klein betonte: «Wir wachsen deutlich schneller als der Markt, bauen unsere Marktanteile weiter aus und sehen, wie Kunden zunehmend weitere Lösungen aus unserer Suite sowie verstärkt unsere KI-Angebote nutzen.» Klein sagte in einer Telefonkonferenz: „Wir hatten trotz eines unsicheren Geschäftsumfelds einen guten Start ins Jahr.“
Für 2026 prognostiziert SAP ein währungsbereinigtes Cloudwachstum von 23 bis 25 Prozent und einen Gesamtumsatzanstieg ähnlich wie 2025 mit elf Prozent. Die Beschleunigung ist erst für 2027 geplant, das Betriebsergebnis soll um 14 bis 18 Prozent steigen. Die Prognose basiert auf der Annahme einer Entschärfung des Nahost-Konflikts. Im Quartal belastete eine Einigung mit Teradata über mehr als 400 Millionen Euro den Barmittelfluss.
Die Aktie stieg nachbörslich an der Wall Street zeitweise um 9,5 Prozent. Klein merkte an, dass SAP nicht vollständig vor dem Nahost-Krieg immun sei, Kunden setzten jedoch in unsicheren Zeiten stärker auf die Produkte.